Ein so großes Heil

Die Ermahnung des Apostels zum Schluss

Ein so großes Heil

Die Ermahnung des Apostels zum Schluss

„Ich bitte euch, Brüder, nehmt dieses Wort der Ermahnung an, denn ich habe euch nur kurz geschrieben.“

Er nennt also seinen ganzen Brief ein Wort der Ermahnung. Dort finden wir so kräftige und klare Ermahnungen, wie wir sie sonst kaum in der Schrift vorfinden. Was ist wohl der Grund für diese kräftigen und ernsten Ermahnungen? Der Grund ist, dass diejenigen, die einen solch herrlichen und ganzherzigen Anfang gemacht hatten, zurückgeblieben waren auf dem Weg, den Jesus eingeweiht hatte. Sie waren träge geworden, vom Gehorsam zu hören, und darum geschah kein geistliches Wachstum. Sie waren Kinder geblieben, obwohl sie hätten Lehrer sein sollen. Worin hätten sie Lehrer sein sollen? Darin, „Gutes und Böses zu unterscheiden“, Sie waren nicht Abgefallene, dass sie nicht an Gott glaubten. Nein, sie dienten immer noch den Heiligen, aber sie hatten nicht mehr den gleichen Eifer. Kap. 6, 10-11.

War es so ernst, was wir in den Versen 4-8 und weiter in Kap. 10, 26-30 lesen? Ja, es war ernst. Aber jetzt hatte er eine bessere Hoffnung für sie. Er nimmt ein Beispiel an Israel, wie leicht es ist, von Gott abzufallen, und wie sie alle aus Ägypten gegangen waren, aber auf Grund von Unglauben nicht in das Land kamen. Gott wurde zornig auf sie. Lese Kap. 3, wo er sagt: „Siehe zu!“ Ja, wie notwendig ist diese Ermahnung! Aber wo findet man diese Furcht vor Gott, der ein verzehrendes Feuer ist? Kap. 12, 28-29.

Überall findet man Oberflächlichkeit und den Trost der falschen Propheten, so wie es immer gewesen ist: „Sie sagen immer und immer wieder zu denen, die mich verachten: Der Herr hat gesagt, ihr werdet Frieden haben. Und jedem, der seinem harten Herzen folgt, sagen sie: Es wird kein Unglück über euch kommen.“ Ja, lies Jer. 6, 14 und Kap. 23, 15-32. Jetzt trösten sie ihre Versammlungen, die in Sünden leben und sagen: Die Gnade in Jesu deckt alle unsere Sünde. Wir sind unter seinem Blut, er hat uns in seine Hände gezeichnet, und er hat das rechte Bild von uns gezeichnet - so wie er uns durch sein Blut sieht. Sie beten: Stelle uns unter dein Blut, usw.

Der Apostel beginnt seinen Brief mit einer kräftigen Ermahnung: „Darum sollen wir desto mehr achthaben auf das Wort, das wir hören, damit wir nicht am Ziel vorbeitreiben; denn wenn das Wort festgeworden ist, das durch die Engel geredet ist, und eine jegliche Übertretung und jeder Ungehorsam den rechten Lohn empfangen hat, wie wollen wir entfliehen, wenn wir ein so großes Heil nicht achten, welches zuerst gepredigt ist durch den Herrn und bei uns bekräftigt durch die die es gehört haben? Und Gott hat dazu Zeugnis gegeben mit Zeichen, Wundern und mancherlei mächtigen Taten und mit Austeilung des Heiligen Geistes nach seinem Willen.“ Kap. 2, 1-4.

Denk, dass die Apostel die Verkündigung über „dieses so große Heil“ bestätigen konnten, wie wir jetzt im Brief und sonst in der Schrift gelesen haben. Um das tun zu können, mussten sie selbst daran teilhaben. Aber wo findest du heute diese Verkündigung und den Glauben an das vollbrachte Werk Jesu???

Gelobt sei Gott, dass es heute so wie damals ist, als Gott Elia antwortete: „Ich habe mir lassen übrig bleiben siebentausend Mann, die ihre Knie nicht gebeugt haben vor dem Baal. So geht es auch jetzt zu dieser Zeit, dass etliche übriggeblieben sind nach der Wahl der Gnade.“ Röm. 11, 4-5. Er sammelt sie jetzt zu einem Leib - Christi Leib!

Ich möchte wie Jesus sagen, als er seine Verkündigung begann: „Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.“ usw. Matth. 5, 3-6.

Jeden, der dieses liest, möchte ich innig ermahnen: Fliehe alle Oberflächlichkeit und alle Schwätzer! Diskutiere nicht mit den Menschen über Gottes Wort. Nehme das Wort an als Gottes Wort und glaube es, wie es geschrieben steht - dann wird es in dir wirksam werden. 1. Thess. 2, 13.

„Fliehe die Lüste der Jugend; jage aber nach der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden mit allen, die den Herrn anrufen aus reinem Herzen!“ 2. Tim. 2, 22.

Euer im Glauben, der Gnade und dem Heil glücklicher Bruder