Verborgene Schätze

Die Glieder und die Auferstehungskraft

Mai 2026

Die Glieder und die Auferstehungskraft

Als Jesus sagte, er würde den Tempel in drei Tagen wieder aufbauen, sprach er von seinem irdischen Leib (Joh. 2,21). Im Willen des Vaters liegt eine große Kraft. Jesus sagte, dass es seine Speise sei, den Willen des Vaters zu tun (Joh. 4,34).

Mit Jesus begann eine neue Zeitrechnung, sowohl im Hinblick auf die geistliche Speise als auch auf das ewige Leben. Er sagt ganz klar zu den Jüngern: „Ich bin das Brot des Lebens. … Ich bin das lebendige Brot … Wer von diesem Brot isst, wird ewig leben … Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tag auferwecken; denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut der wahre Trank. Wer mein Fleisch isst und trinkt mein Blut, der bleibt in mir und ich in ihm.“ (Joh. 6,48–56). Hier sehen wir, wie Jesu Brot zu Speise, Leben und Erlösung für diejenigen wird, die ihm gehorchen. (Lk. 9,22–23 und Hebr. 5,7–9).

Paulus schreibt in Römer 12,1–2 über den geistlichen Dienst, zu dem wir berufen sind: „Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“ Indem ich an diesem geistlichen Gottesdienst teilnehme und meinen Leib als ein Gott wohlgefälliges Opfer hingebe, bekomme ich Anteil am selben ewigen Leben, das Jesus bekam. Ja, nur diejenigen, die Glieder an seinem irdischen Leib sind, können an diesem Leben teilhaben, wie Paulus weiter schreibt: „Denn wie wir an einem Leibe viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied.“ (Röm. 12, 4–5) Alle Glieder am Leib Jesu stehen in Verbindung mit derselben Auferstehungskraft, mit der der Vater Jesus – das Haupt des Leibes – auferweckt hat. Denn die Kraft Gottes, die Jesus auferweckte, wird auch uns auferwecken – weil wir Glieder Christi sind (1. Kor. 6,14–15)! Um diese Kraft kennenzulernen, achtete Paulus alles für Dreck, und um sie erfahren zu können, musste er auch Gemeinschaft an den Leiden Jesu bekommen und ihm in seinem Tod gleichgestaltet werden (Phil. 3,7–10). „Denn wenn wir mit ihm zusammengewachsen sind, ihm gleich geworden in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein.“ (Röm. 6,5)

Denk nur, an welcher Herrlichkeit wir Anteil bekommen, wenn wir unser Kreuz auf uns nehmen und uns selbst verleugnen – oder, wie Paulus schreibt, wenn wir uns der Sünde für gestorben halten und für Gott leben (Röm. 12, 11)! Wir erfahren, was Gottes Wille in unseren Situationen ist: „Das Gute, das Wohlgefällige und das Vollkommene!“ Ein solch erhabenes Leben als Glieder am Leib Christi können wir nur führen, wenn unser Sinn auf das Himmlische gerichtet ist! In den Verhältnissen des Leben können wir uns der Sünde für gestorben halten, aber für Gott leben, und wenn Christus dann an uns offenbar wird, werden wir als eines seiner vielen und einzigartigen Glieder gemeinsam mit ihm in Herrlichkeit offenbar! (Röm. 6,11–13 und Kol. 3,1–4)

Wenn ich daran glaube, mich von Gottes Wort nähren lasse und ihm gehorche, habe ich nie wieder einen schlechten Tag, denn dann bin ich ein Glied am Leib Christi! Denn wer könnte mir schaden, wenn ich dem Guten nacheifere? Niemand, denn alles dient mir zum Besten, weil ich meiner Berufung würdig lebe! (Röm. 8,28–31 und 1. Petr. 3,13)

Was für eine wunderbare Zukunft – lasst uns aufrichtig an Gottes Verheißungen glauben und in allen Lebenslagen unsere tägliche Kraft aus seinem Wort schöpfen (1. Thess. 2,13). Das zahlt sich für Zeit und Ewigkeit aus, denn diese Speise bringt uns direkt in Verbindung mit der Auferstehungskraft!