Die mächtige Kraft von Gottes Wort
Es ist Gottes große Gnade und Barmherzigkeit, dass wir sein Wort hören können und durch den Glauben eine offene Tür zur Erlösung und Entwicklung bekommen haben.
„Er hat uns geboren nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, damit wir die Erstlinge seiner Geschöpfe seien.“ (Jak. 1,18). Was für eine Berufung und vollkommene Gabe ist uns vom Vater des Lichts gegeben, bei dem es keine Veränderung noch Wechsel von Licht und Finsternis gibt (Vers 17). Jetzt liegt es an uns, unsere Berufung und Erwählung festzumachen, indem wir uns von den Worten der Wahrheit nähren und wachsen. Alles, was uns begegnet, ist eine vollkommene Gabe vom Vater des Lichts, damit wir ausgebildet werden und unserer himmlischen Berufung gemäß dienen können.
„Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh. 8,31–32)
Jesus sagt auch: „Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten.“ (Joh. 14,15). Hier wird klar, dass nur die, die in seinen Worten bleiben und seine Gebote befolgen, ihn wirklich lieben und seine Jünger sein können.
„Viele Menschen rühmen sich ihrer Güte; aber wer findet einen, der zuverlässig ist?“ (Spr. 20,6). Wer in Liebe und Wahrheit treu ist, bleibt in einfältiger Treue bei Jesus Christus und gehorcht den Gesetzen, die in sein Herz und Denken geschrieben sind.
Wie wir unsere Verhältnisse und Versuchungen handhaben, zeigt, ob wir Jesus wirklich lieben, ob wir innerlich danach streben, die Stimme des Bräutigams zu hören und ihn kennenzulernen.
Viele Gedanken tauchen in den Situationen auf, mit denen wir konfrontiert werden – und daran können wir erkennen, wie menschlich wir reagieren. Wie wichtig es dann ist, sich selbst zu prüfen und ehrlich zu sein: Woher kommen diese Gedanken, was will ich damit erreichen? Treiben mich Fürsorge und Bruderliebe an, oder ist es etwas, das ich selbst will? Denn mitten darin, dass ich das Gute will, haftet leicht noch etwas von meiner eigenen Größe und Ehre an, von eigener Kraft und menschlichem Willen, die Gott hasst.
Von den Jüngern, die bei Jesus waren, wird berichtet, dass sie darüber nachdachten, wer von ihnen wohl der Größte sei. Diese Gedanken über Größe haben vielen Menschen das Leben zerstört, und erlaubt man diesen Gedanken weiterzuleben, führt das auf den Weg der Sünde und des Todes. Jesus ging den entgegengesetzten Weg – und er lädt uns ein, ihm auf seinem Weg nachzufolgen. Paulus ermahnt uns: „Seid so unter euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht: Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst
und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.“ (Phil. 2,5–8)
Mögen wir so arm im Geist sein, dass wir aus Gottesfurcht durch den Geist der Wahrheit die Worte der Wahrheit zu uns reden lassen und uns unterweisen lassen und die Gedanken und Ratschläge unseres Herzens richten.
„Die dann zum Herrn riefen in ihrer Not und er half ihnen aus ihren Ängsten, er sandte sein Wort und machte sie gesund und errettete sie, dass sie nicht starben: Die sollen dem Herrn danken für seine Güte und für seine Wunder,
die er an den Menschenkindern tut.“ (Ps. 107,19–21)
Wie viel Freiheit und Veränderung bringt es, wenn das Wort durch Gehorsam mit dem Glauben im Herzen verschmilzt. „Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ (Joh. 13,35)