Verborgene Schätze

„Bewahre mich, Gott!“

Juni/Juli 2025

„Bewahre mich, Gott!“

Die Verse in Psalm 16,1–2 zeigen eine tiefe Sehnsucht nach Gott: „Bewahre mich, Gott; denn ich traue auf dich. Ich habe gesagt zu dem Herrn: Du bist ja der Herr! Ich weiß von keinem Gut außer dir.“ Wir sollten unser Herz prüfen, ob wir das gleiche Verlangen und die gleiche Sehnsucht haben wie David. Wenn wir Gottes Segen bekommen, kann es leicht geschehen, dass wir anfangen, uns selbst zu erhöhen oder nach irdischen Dingen zu streben. David war gottesfürchtig, und diese Gottesfurcht half ihm, sich vom Bösen fernzuhalten und sich nicht zu überheben.

Wir alle erleben verschiedene Herausforderungen und Situationen, die wir vielleicht nicht ganz verstehen. Aber suchen wir in solchen Momenten Zuflucht bei Gott? Dann bekommen wir Gemeinschaft mit David und erleben Gottes Güte mitten in diesen Umständen. Mit einer solchen Einstellung werden wir nicht beleidigt, unzufrieden oder etwas neidisch. Wir fordern nichts von anderen. Wenn wir mit Gott leben und ihn von ganzem Herzen fürchten, rufen wir auch: „Bewahre mich, Gott!“ In diesem Seufzen finden wir Antworten auf alle unsere Lebenssituationen, und Gott kann sich uns in tieferem Maß offenbaren. „Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt.“ (Hebr. 12,6)

Der Apostel Johannes gibt uns Trost und Hoffnung, wenn er über die große Liebe schreibt, die Gott uns erzeigt, indem er uns seine Kinder nennt (1. Joh. 3,1). Er versichert uns, dass wir Jesus gleich werden können: „Wir wissen: Wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.“ (V. 2). Welch ein Gedanke, Jesus so zu sehen, wie er wirklich ist! Erinnern wir uns daran, wenn die Prüfungen kommen? Unsere Hoffnung ist, Jesus zu schauen – und wenn wir uns dessen in allem, was uns begegnet, bewusst sind, begreifen wir: „Jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich selbst, so wie er rein ist.“ (V. 3)

Es ist ein Segen – für das eigene Zuhause ebenso wie für die Gemeinde –, wenn es Menschen gibt, die mit einer solchen Hoffnung leben. Sie bleiben bei diesem Ruf: „Bewahre mich, Gott!“ So schaffen sie eine himmlische Wohlfühlatmosphäre um sich herum. Solche Menschen finden den Weg, der zum Leben führt, und können sich inmitten der Prüfungen des Lebens freuen. „Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.“ (Ps. 16,11). Lasst uns zu diesen Menschen gehören!