Verborgene Schätze

Ich habe Sünde!

Mai 2025

Ich habe Sünde!

„Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.“ (1. Joh. 1,8). Diese Erkenntnis ist absolut notwendig und muss tief in meinem Bewusstsein verwurzelt sein, wenn ich dienen und Gutes tun will. Dann bin ich auch nicht so überrascht und schockiert, wenn das, was ich sage und tue, nicht immer so gut wirkt, wie ich es gewünscht habe.

Von Jesus steht geschrieben: „Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.“ (Phil. 2,7–8). Dies ist der Weg, zu dem nur die Demütigen in den vielen verschiedenen Lebenssituationen finden.

Als Jesus als Mensch erfunden wurde, war er dem Licht Gottes, das ihm Gottes Willen zeigte, gehorsam. Mit dem Licht Gottes ist gleichzeitig auch ein Gericht verbunden. Stimme ich diesem Gericht zu, werde ich von der Sünde befreit, die ich noch habe. In vielen Gerichtsverfahren legt die gegnerische Partei an Ort und Stelle Berufung gegen das Urteil ein. Das führt oft zu erheblichen Mehrkosten, Arbeitsaufwand und Verzögerungen. So ist es auch mit Gottes Gericht – daher gilt es, ihm sofort zuzustimmen. Das ist der schnellste Weg zur Verwandlung und Befreiung von der Sünde.

Im Liederbuch „Wege des Herrn“ Nr. 377, singen wir in der dritten Strophe: „Im Lichte wird Torheit in Wort und in Tat, wenn noch so verborgen, doch ganz offenbart. Doch wenn wir sie hassen, tritt an ihre Stell, durch Glauben die Weisheit von oben, so hell.“ Alle wahrheitsliebenden Jünger erfahren, dass die Torheit allmählich durch Weisheit ersetzt wird. Jesus sagt in Johannes 8 Vers 32: „... und ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen.“

Welch eine Güte erweist uns Gott, indem er uns sein Licht gibt, sodass wir die Sünde sehen, sie hassen, verurteilen, töten und mit ihr fertig werden können! In 1. Johannes 1,7 steht es klar geschrieben: „So wir aber im Lichte wandeln, wie er im Lichte ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu Christi seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.“ Paulus kam in Römer 7,21 zu folgender tiefen Erkenntnis: „So finde ich mir nun ein Gesetz, der ich will das Gute tun, dass mir das Böse anhängt.“ Weil ich Sünde in meinem Fleisch habe, hängt mir das Böse an, obwohl ich eigentlich das Gute tun will. Paulus schließt in Vers 25: „Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! So diene ich nun mit dem Gemüte dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleisch dem Gesetz der Sünde“. (Röm. 7,25)

Lasst uns aufrichtig in unserem Leben sein, damit wir die Sünde hassen, die in uns wohnt und die so leicht zum Vorschein kommen kann, wenn wir im Dienst stehen. Dies ist ein bewusstes, interessantes und wunderbares Leben, und ich erlebe es so, wie es im Lied weiter heißt: „Im Lichte sich freuet, wer aufrichtig ist, er hasst ja das Böse, das er an sich sieht. Drum wird er geläutert im gleißenden Licht und preist seinen Schöpfer, der gab dieses Licht“ (Vers 4).