Ein Opfer, das Gott gefällt
„Ich ermahne euch nun, Brüder und Schwestern, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.“ (Röm. 12,1) Das soll mein Alltag sein. Jeder Tag soll darin bestehen, dass ich, so wie ich bin, meinen Leib hingebe und ein Opfer bin – das ist der geistliche Gottesdienst. Dafür opfere ich meine Kräfte, meine Zeit und vielleicht auch mein Geld, um anderen zu dienen.
Paulus schreibt also nicht nur, dass wir ein Opfer sein sollen, sondern er sagt ganz klar: ein Gott wohlgefälliges Opfer, also ein Opfer, das Gott gefällt.
Wenn wir es hier auf der Welt gut haben wollen, dann gilt es, unserer Berufung zu folgen. Wir sollen von der Sünde frei gemacht werden und in Gottes Dienst treten (Röm. 6,22). Wenn wir dann von der Sünde frei gemacht wurden, sollen wir uns in den Dienst Gottes stellen und ihm von ganzem Herzen dienen. Tun wir das nicht, werden wir wahrscheinlich bald wieder in unsere alten sündigen Gewohnheiten zurückfallen. Stellen wir uns aber mit allem, was wir haben, in den Dienst Gottes, führt das zu Heiligung und am Ende zu ewigem Leben!
Zu dieser Berufung sollten wir Ja sagen – und zwar ein echtes, ehrliches und lautes JA! Wir sollen ernsthaft in seinen Dienst treten, erst dann – und nur dann – können wir ein Opfer sein, das Gott gefällt. Dann ist Schluss damit, dass wir Menschen gefallen wollen.
„Will ich denn jetzt Menschen oder Gott überzeugen? Oder suche ich, Menschen gefällig zu sein? Wenn ich noch Menschen gefällig wäre, so wäre ich Christi Knecht nicht.“ (Gal. 1,10)
Wenn ich Menschen diene, bin ich kein Diener Christi. Ich kann meine Zeit, meine Kräfte und mein Geld in großen Mengen opfern – wenn es nicht für Gott getan wird, nützt es mir nichts. Gott zu dienen, heißt nur seinen Willen tun: „Allein seinen Willen zu sehen und zu tun sei von nun an dein Stab und deine Stütze.“ (Liederbuch WdH 146, wörtl. Übers.)
Anstatt nach dem Willen der Menschen zu dienen, sollte ich lieber zu Sieg über bewusste Sünde kommen, mich ganz in den Dienst Gottes begeben und mit ihm zusammenarbeiten. Dann kann ich mich durch seine Wirkungen Gott als eine Waffe zur Gerechtigkeit hingeben (Röm. 6,13). Ich muss mich von den Menschen frei machen, damit ich mich für sie so opfern kann, wie Gott es will: „Und sie gaben nicht nur, wie wir gehofft hatten, sondern sie gaben sich selbst zuerst dem Herrn und uns durch Gottes Willen.“ 2. Kor. 8,5
Alles, was ich tue, tue ich für Gott. Nur sein Wille ist für mich wichtig. Was die Leute denken und meinen, ist unwichtig, wenn Gott am Werk ist. Lasst uns Gottes Wirkungen durch dick und dünn gehorchen. Ob die Menschen um uns herum uns in den Himmel loben oder uns in den Dreck ziehen: Wir können unser Kreuz auf uns nehmen, unser Leben finden und zur Heiligung kommen. So sind wir glücklich, weil wir wissen, dass das, was wir getan haben, für ihn getan war.