Das ganz normale Christenleben
Wenn wir geprüft und versucht werden, sollten wir den Thron der Gnade aufsuchen. „Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mitleiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. Darum lasst uns freimütig hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit.“ ()
„Sondern ein jeder, der versucht wird, wird von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.“ Irrt euch nicht, meine lieben Brüder!“ () Es ist leicht, sich zu verirren, wenn man versucht wird. Ich denke zum Beispiel, ich sei der Einzige auf der ganzen Welt mit derartigen Versuchungen. Aber die Wahrheit ist, dass jeder versucht wird. Sogar Jesus wurde versucht. In steht in der dänischen Übersetzung: „Als der, der selbst versucht wurde und gelitten hat [Anm.: Beachte die Reihenfolge!], kann er denen helfen, die versucht werden.“
Es ist also ganz normal, versucht zu werden, aber es sollte auch normal werden, in der Versuchung zu siegen. Dazu müssen wir Hilfe bei dem suchen, der uns helfen kann, also bei dem, der selbst versucht wurde und gelitten hat = gesiegt hat. „Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke!“ Diese Stärke erhalten wir vor dem Gnadenthron. Da begegnen wir dem, der gesiegt hat, Jesus, dem König aller Könige. Es gibt keine Sünde und keine Bedrängnis, bei der er uns nicht helfen kann. Der Psalmist schreibt, dass Gott die Hilfe einem Helden übertragen hat.
„Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren.“ () Beachte den Wortlaut: „... in allen Dingen lasst ...“! Wir können also mit „allen Dingen“ zum Thron der Gnade kommen. Dann erleben wir die Hilfe, den Sieg und den Frieden, der allen Verstand übersteigt. Dort vor dem Thron der Gnade wird unsere Verbindung mit dem Gott des Himmels gestärkt. Dort wollen wir für immer bleiben! „Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.“ ()Er kann uns wirklich zur Hilfe kommen.
Es können schwierige Bedingungen im Leben auftreten – ganz unerwartet. Wie eine dunkle Wolke tauchen sie plötzlich am Horizont auf. Es können langanhaltende Belastungen vorliegen. Vielleicht handelt es sich auch um Prüfungen, die allen anderen völlig verborgen sind. In all diesen Umständen wird unser Glaube geprüft. „Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, auf dass euer Glaube bewährt und viel kostbarer befunden werde als vergängliches Gold, das durchs Feuer geläutert wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jesus Christus.“ (–7)
Eigentlich ist das das ganz normale Christenleben.