Gottes Gnade und Friede!
Herzlichen Dank für deine zwei guten Artikel für Skj. Sk. sowie für den Brief und den Ausschnitt von der Buchankündigung. Der war ja besonders gut.
Kürzlich bekam ich einen Brief von Br. Torolf Eriksen. Er war von Herzen dankbar dafür, dass ihm die Tür nach unten offen steht. Es wäre schlimm für ihn, wenn auch dieser Ausweg verschlossen würde.
Ja, es kann vieles geben, das man im Gedächtnis behalten sollte, und vieles, über das man sich freuen kann. Es ist nur so selten, dass man etwas über diese Freude hört, da sich in der Regel alle darüber freuen, wenn sie nach oben kommen. Ja, ich bin einig mit Br. Eriksen. Ich hoffe, dass sich viele dieser Schar, dieser Einigkeit anschließen. Alles andere scheitert sowieso eines Tages.
Ich habe einen Brief von Aksel erhalten. Ihm und Wetlesen geht es ausgezeichnet in Trondheim. Heute erhielt ich einen Brief von Br. Bratlie aus Bagn. Sie wohnen im Foss Hotel, Bagn. So lautet die Adresse. Sie erhalten von allen Seiten Widerstand. Doch die Neubekehrten sind eifrig; der Weg Gottes und das Werk Gottes lassen sich nicht so leicht aufhalten. Zuletzt bricht es sich Bahn.
Ich bin nicht sicher, ob die letzten „Herrens Veie“ bezahlt sind. Ich erinnere mich daran, dass du an einer Konferenz welche zurückbekamst, um diese zu verkaufen. Du weißt, dass ich jeweils 10 Stck. bekam. Es geht um die letzten 10, von denen ich nicht weiß, ob sie bezahlt sind. Würdest du es mir bitte mitteilen, falls du es notiert hast oder dich daran erinnerst, damit ich die Sache erledigen kann. Im Übrigen muss ich wie Tersteegen sagen: „Ich bin dumm und hoffe, noch dümmer zu werden“. Ja, das werde ich wohl, auch ohne dass ich es hoffe.
Wenn man im Geistlichen aufgeht, verliert man beinahe alles Erinnerungsvermögen und allen Sinn für die irdischen Dinge. Man wird regelrecht dumm, doch klug genug, um über die Welt und die Dinge darin zu siegen.
Ja, so ist es und so ist die Weisheit, die uns von der Erde und aus den Menschen löst und erkauft. Dann ist es gut, wenn man im Ruhestand ist, sodass man nicht konkurrieren muss. Und das bist du ja fast ein Menschenleben lang gewesen. Ich frage mich, wer dich in diesem Dienst ablösen wird, wenn du hier einmal die Altersgrenze erreichst.
Vielleicht können wir, indem wir durch die offene Tür da unten hinabsteigen, so unsichtbar werden, dass es nach uns kaum eine Ursache gibt, sich um unseren Platz zu schlagen. Das ist wohl das Vollkommenste. Dann bleibt nach uns nur das Wort des Meisters übrig:
„Folge du mir nach!“
Grüße Br. Olsen & seine Frau sowie die Geschwister. Sei selbst herzlich gegrüßt von deinem am Dienst und an den Leiden teilhabenden Bruder
J. O. Smith