Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Skjulte Skatter 1938-03 - Die sieben Geister Gottes und die sieben Feuerfackeln

Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Die sieben Geister Gottes und die sieben Feuerfackeln

Jes. 11

„Und es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen.“

Der ganze Baum wurde abgehauen, weil er keine Frucht trug, und nur ein Reis aus dem Stamm wurde auserwählt.

„Auf ihm wird ruhen der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn.“

Auf ihm wird ruhen der Geist des Herrn

Der Geist des Herrn trägt alle sieben Geister Gottes und die sieben Feuerfackeln in sich. Offb. 4, 5: „Und sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind.“ Wenn wir uns wie Jesus vom Geist treiben lassen, dann werden wir mit den sieben Feuerfackeln und den sieben Geistern Gottes in Berührung kommen. Diese Geister sind:

  • 1. Der Geist des Herrn.
  • 2. Der Geist der Weisheit.
  • 3. Der Geist des Verstandes.
  • 4. Der Geist des Rates.
  • 5. Der Geist der Stärke.
  • 6. Der Geist der Erkenntnis des Herrn.
  • 7. Der Geist der Furcht.
  • Jeder dieser Geister wird von einer Feuerfackel begleitet.

    Wenn wir uns in völliger Übergabe Gott hingeben, dann werden wir mit dem Heiligen Geist und mit Feuer getauft. Damit haben wir aber nicht die sieben Geister Gottes und die sieben Feuerfackeln kennengelernt. Das würden wir bei weitem nicht ertragen. Wir müssen einen Schritt nach dem anderen tun. Der Geist des Herrn verbirgt für uns alle die anderen Geister Gottes, bis wir allmählich reif dafür werden, sie anzunehmen. So auch mit dem Feuer.

    Der Geist der Weisheit und des Verstandes

    Wer hat wohl den Geist der Weisheit und des Verstandes, sofort wenn er den Geist des Herrn bekommt, oder wie wir ihn nennen: Gottes Geist? Die Epheser waren versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung, aber dennoch hatten sie nicht den Geist der Weisheit und der Offenbarung bekommen, ihn zu erkennen; denn der Apostel betete dafür, dass sie diesen empfangen sollten. Eph. 1, 13-17.

    Es ist die Zucht, die uns zu Weisheit und Verstand führt. Das ist die Feuerfackel Nr. 1, die unseren Unverstand verzehrt, und der Geist führt uns zum Feuer. Daher alle Ermahnung und Anleitung. Wenn wir die Zucht von uns schieben, bekommen wir weder Weisheit noch Verstand. Der Geist wird gedämpft und die alte Natur darf wieder herrschen. Doch manche sind verständig und sie bekommen:

    Den Geist des Rates und der Stärke

    Wenn wir Gottes Rat befolgen und danach tun, bekommen wir den Geist des Rates. Und der Geist der Stärke kommt hinzu, um seinen Rat durchzuführen. Nicht alle, die den Geist des Herrn haben, haben deshalb den Geist des Rates und der Stärke, sondern nur diejenigen, die darauf eingestellt sind hinzuhören und zu gehorchen. Deshalb kann man von Menschen, die nicht selbst dem Rat des Herrn gefolgt sind und daher auch nicht den Geist des Rates empfangen haben, keine guten Ratschläge bekommen. Der Rat, den dein Herz dir durch das Licht des Heiligen Geistes gibt, ist der beste Rat. Folge diesem, dann bekommst du:

    Den Geist der Erkenntnis des Herrn

    Die Erkenntnis des Herrn geht sehr tief, denn in ihm sind alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen. Sie wohnen leibhaftig in ihm. Kol. 2, 9. Hier wird der Geist uns „Christus geoffenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist usw.“ offenbaren. Der Herr als Hohepriester und Tröster kommt auch deutlich vor unser Bewusstsein. Der Herr wird überaus groß, und dies ruft bei uns hervor:

    Den Geist der Furcht des Herrn

    Wenn der Herr nahekommt, dann wird man sanftmütig, aber wenn er weit weg ist, dann hat man die Neigung, übermütig zu sein. Es ist betrüblich wenig vom Geist der Furcht des Herrn über den Christen. Der Herr ist so weit weg, dass man sich so viel erlauben kann. Mose wandelte mit dem Herrn, und er war der Sanftmütigste unter den Menschen. Lernet von mir, sagt Jesus, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig. Er wandelte vor dem Angesicht seines Vaters. Auch wir sollen die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel schauen und in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit verwandelt werden. Wenn wir das tun, dann ruht der Geist der Furcht des Herrn über uns.

    Alle diese sieben Geister ruhen auf Jesus. Ebenso die sieben Feuerfackeln. Daher hatte er Gewicht im Geist, um das Feuer und allerlei Prüfungen zu ertragen.

    „Er wird nicht richten nach dem, was seine Augen sehen, noch Urteil sprechen nach dem, was seine Ohren hören, sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande.“ All dies lernte Jesus von den sieben Geistern Gottes und den sieben Feuerfackeln.

    Es ist ein Feuer, zurechtgewiesen zu werden, wenn man unverständig ist. Es liegt ein Feuer darin, dem Rat des Herrn zu folgen, wenn man am liebsten seine eigenen Wege gehen will. Es liegt ein Feuer darin, sich vom Geist der Furcht beherrschen und züchtigen zu lassen. Es sind Glauben und Feuer nötig, um seine eigene eingebildete Erkenntnis zu verlassen und sich dem Geist anzuvertrauen, der Erkenntnis des Herrn gibt.

    Alle, die ihr im Geist angefangen habt und nun dabei seid, im Fleisch zu vollenden, denkt an dieses.

    Wenn diese sieben Geister Gottes und diese Feuerfackeln in uns Wohnung nehmen dürfen, dann kann der Wolf beim Lamm wohnen und der Leopard sich bei dem Böcklein niederlegen. Das Kalb, der junge Löwe und das Mastvieh werden beieinander sein. Die Kuh und die Bärin können miteinander weiden, und der Löwe wird Stroh fressen wie ein Rind.

    Der Säugling wird spielen am Schlupfloch der Natter und der Entwöhnte seine Hand nach der Höhle der Otter ausstrecken.

    Sie werden nichts Böses tun noch Verderben anrichten auf dem ganzen Berg seines Heiligtums; denn die Erde wird erfüllt sein von der Erkenntnis des Herrn, wie die Wasser den Meeresgrund bedecken.