Mitarbeiter
Paulus ermahnt seine Mitarbeiter, dass sie die Gnade Gottes nicht vergeblich empfangen sollen. Er selbst erwies sich als Diener Gottes: in großer Geduld, in Trübsalen, in Nöten, in Ängsten. Beachte all diese verschiedenen Situationen, in die der Apostel hineingeführt wurde und sich doch in der Gnade Gottes als Diener Gottes bewahrte. Wenn Trübsale, Nöte und Ängste kommen, dann ist es schwierig genug, den Glauben als ein gewöhnlicher Christ zu bewahren, geschweige denn als Mitarbeiter Christi, der trösten und anderen helfen soll. Nicht allein das, sondern er erzeigte sich als Diener Gottes in Schlägen, in Gefängnissen, in Verfolgungen, in Mühen, im Wachen, im Fasten, in Ehre und Schande, in bösen Gerüchten und guten Gerüchten, als Verführer und doch wahrhaftig.
Versetze dich in alle diese Erlebnisse hinein und denke in deinem Herzen darüber nach, ob du imstande wärst, als Diener Gottes in all diesen Verhältnissen das Gleichgewicht zu halten, sodass alle, die dich gesehen hätten, sagen könnten: Ja, wirklich, dieser ist ein Diener Gottes.
Es wird überaus viel von einem Diener Gottes verlangt, wenn er es wirklich in Geist und Wahrheit sein soll.
Wie das Fett vom Dankopfer geschieden war, so war David abgesondert von den Kindern Israels. Sir. 47, 2. Während Jesus zum Volk redete, stand er im Boot, das ein wenig weg vom Land lag. Diese Absonderung von denen, die man bedienen soll, ist unverzichtbar, wenn es einem gelingen soll, sich rein zu bewahren. Ein Schiffskapitän verliert in den Augen der Besatzung seine Würde, wenn er sich in alle Details einmischt. Er muss einen respektvollen Abstand wahren und von dort aus seine Befehle geben.
Davids vertraute Ratgeber waren nicht irgendwelche Leute. Hier wollen wir Benaja erwähnen, der war der Sohn eines tapferen Mannes, groß an Taten, von Kabzeel; dieser erschlug die zwei starken Helden von Moab; und er ging hinab und erschlug einen Löwen mitten in einer Grube zur Schneezeit. Er erschlug auch einen ägyptischen Mann, der war 5 Ellen lang und hatte einen Speer in der Hand, wie ein Weberbaum; und er ging mit einem Stecken zu ihm hinab und riss ihm den Speer aus der Hand und tötete ihn mit seinem eigenen Speer.
David gab Benaja, dem Sohn Jojadas, einen Platz unter seinen vertrauten Ratgebern. 1. Chron. 11, 25 (norw. Übers.).
Dieser Benaja hatte ein Leben in den Kriegen des Herrn hinter sich. Er war kein unerfahrener Anfänger.
Gottes Mitarbeiter dürfen nicht unerfahrenen Menschen ihr volles Vertrauen schenken. Diese sollen zuerst geprüft werden, ob sie treu sind. Plötzlich können sie sich gegen dich wenden und dein Gegner werden, und hast du dich ihnen dann anvertraut, so werden sie deine eigenen Worte nehmen und gegen dich wie ein Schwert verwenden. Auch Paulus traf auf falsche Brüder, und unter denen war er in Gefahr. Es ist lebensgefährlich, sich solchen anzuvertrauen. Man weiß ja nie, wer echt und wer unecht ist; daher sollte man aus deren eigenen Werken zuerst in Erfahrung bringen, ob sie vertrauenswürdig sind.
