Geschlachtet werden, still leiden
Kol. 1, 24-26 ist lehrreich (Schlachte und iss!). Es ist keine Kleinigkeit, ein Arbeiter in Gottes Gemeinde zu werden. Es ist eine große Arbeit, Gottes Wort im eigenen Fleisch durchzuführen. Zu sagen: „Folge mir nach, wie ich Christus nachfolge“, ist keine leichte Sache. Wenn man ein Diener sein will, muss man Haupt sein, man muss Gottes Wort im eigenen Ich erfüllen und den Tod im Fleisch erleiden. Dadurch wird man nicht groß, man muss ganz einfach sterben. Das ist auch nichts, womit man sich rühmen kann.
Hebr. 13, 12. Es gibt ein Volk, das geheiligt ist – man kann nicht in eine solche Versammlung hineingehen und das Schwert gebrauchen, denn dort sind sie unter dem Blut, das ist kein Schlachtplatz. „Geh hinaus“, sagen sie. „Dort draußen ist der Schlachtplatz!“ Geheiligt zu sein ist nicht dasselbe wie Christus zu folgen. Doch gehe hinaus zu Ihm, außerhalb des Lagers, und iss von dem Altar, von dem jene nicht das Recht haben zu essen. Das ist etwas ganz anderes. Ich muss von dem Fleisch essen, das in mir selbst ist. Ich muss schlachten und essen, und das Blut geht ins Heiligtum hinein.
V. 13-14. Dies bedeutet ganz einfach, das Leben zu verlieren. Unser Blut wird in das Heiligtum hineingetragen, unser Blut kommt zusammen mit dem des Hohepriesters ins Heiligtum hinein. Wir werden eines der Bücher, die innen und außen beschrieben sind. Gott schrieb in Christus ein Buch inwendig, das bedeutet zu wollen, und auswendig, das bedeutet, es auszuführen. So ist es auch mit uns. Wir wollen die Sünde loswerden, und Gott schreibt in uns „das Wollen“ und „das Vollbringen“. Innen und außen.
Wir werden ein Gesetz. Und die Völker werden im Licht solcher Menschen wandeln. In dem Maß, wie wir unsere eigene Person besiegen, soweit besiegen wir auch die Völker. Wir müssen es mit uns selbst genau nehmen. Hier ist der Schlachtplatz, hier ist Gelegenheit, vom Altar zu essen. Wenn man angefangen hat, von diesem Altar zu essen, will man nichts anderes haben. Zuerst muss man bei sich selbst schlachten, und dann kann man es bei anderen tun. Zuerst müssen wir selbst gehorsam sein, dann wird unser Geist lebendig gemacht und dann können wir anderen helfen. Dann können wir andere dazu ermahnen, gehorsam zu sein. Wir sollen lebendig werden. Bin ich lebendig, dann habe ich gelitten. Solche Jugendliche brauchen wir in dieser Versammlung.
Bitte sehr! Hier ist der Wettkampf, die Älteren verschwinden. Betreibe einen Schlachtbetrieb zu Hause und woanders. Betreibe ihn gründlich bei dir selbst! Das ist schwierig zu erklären, aber der Geist erklärt es, bleibe nur in der Salbung, sie lehrt uns alles. Wir brauchen nur drei Zeugen, den Geist, das Wasser und das Blut. Überall dort, wo von Heiligkeit die Rede ist, ist es still. Rundherum ist Lärm – aber da drinnen ist es still. In der Stille liegen die größten Kräfte.
Wenn wir mit Christus leiden, sollen wir Salz bei uns selbst haben, nicht lärmen und blöken: „Ich leide fürchterlich.“ Leide, aber sei nur still! Du sollst es mitten in der Trübsal für die anderen schön machen, mitten im Leiden. Warum soll die ganze Versammlung mitbekommen, dass du leidest? Sitze ganz still, wie die Zirkelspitze im Kreismittelpunkt. Wenn du geschlachtet werden sollst, jammerst du und benimmst dich so, dass man fast nicht wagt, dich anzusehen! Hab Salz bei dir selbst, leide still. Dies ist etwas für die Jugend, das sind diejenigen, die in der zukünftigen Welt regieren werden. Sagte Jesus jemals: „Ich kann euch sagen, ich leide“? Nein, mitten im Leiden war er Haupt. Das sind erbärmliche Geschöpfe, die umhergehen und klagen. Sei still! Wir sollen den Tod erleiden, sei also still! Wenn wir bis zu den Knien im Schlamm waten, – dann noch andere trösten! Hier hilft kein schwarzer Umhang und weißer Kragen. Nein, hier werden wohl andere Priester benötigt. Lasst uns aus dem Lager gehen.
Wer in diese Schule gegangen ist, stopft jedem den Mund. Ja, wenn wir in diese Schule gegangen sind, haben wir eine höhere Schule als die Realschule besucht.
