Sich verbergen, sich bedecken

Kreuz, Tod und Grab für alles, was jetzt vom Fleisch hervorkommen will. Joh. 7, 1-4. Gottes Volk möchte auch gerne öffentlich etwas gelten. Wenn man eine Gnadengabe bekommen hat, möchte man damit öffentlich etwas gelten. Man trachtet danach, bekannt zu werden. Draußen in der Welt gibt es einen endlosen Kampf darum. Jesus Christus verbarg sich, so gut er konnte. Er trachtete nicht danach, bekannt zu werden. Er verbarg sich selbst, einschließlich all derer, die ihre Mission mit ihm hatten. Im Verborgenen liegt die Kraft. Nur solange du verborgen sein kannst, hast du Kraft. Bedecke dich, so gut du kannst, aber wo Gott dich vorwärtstreibt, dort muss es offenbar werden. Du aber, sieh nur zu, dich zu verbergen, dich im Hintergrund zu halten. Je mehr man das Schießpulver einpackt, desto lauter knallt es. Das sind verborgene Kräfte.

Hebr. 11, 8. Jedes einzelne Werk, das du tust, tu alles, ohne zu wissen, wohin es führt. Das hat Gottes Volk lernen müssen. „Lass es gehen, wie es gehen muss.“ Das sagen diejenigen, die im Glauben wandeln. Lass es gehen, wie es gehen muss mit der eigenen Ehre und mit allem. Gott wird schon dafür sorgen, dir Ehre zu geben, sofern du es wert bist. Wenn du dich verbirgst, wird Gott es so machen, dass sie nach dir suchen werden, um dich dennoch finden zu können. Und wenn sie dich finden, jubeln sie. Jesus ging nicht umher und sprach darüber, wer er war. Das Verborgene ist das Größte von allem. Gott hat dafür gesorgt, dass über allem Herrlichen eine Decke der Schmach liegt. Durch den Glauben verzichtete Mose auf den zeitlichen Genuss im Fleisch – er wollte viel lieber zusammen mit dem Volk Gottes misshandelt werden. Er wollte viel lieber zusammen mit den verachteten Personen misshandelt werden. Hast du Mut, den Herrlichkeiten Ägyptens zu trotzen und auszuziehen, ohne zu wissen wohin? Hast du die Kraft dazu, der ganzen Welt zu widerstehen? Lass es gehen, wie es gehen muss, ziehe in das Land, das er dir zeigen wird.

Mach dir wie Abraham diese Worte zu eigen: „Behalte alles zusammen!“ Lasst uns ausziehen, wohin auch immer, ganz gleichgültig. Es gibt etwas, das „Heilige Gleichgültigkeit“ heißt. Das ist dasselbe wie: „Lass es gehen, wie es gehen muss.“ Es kommt ein Tag, an dem alles offenbar werden wird.

Wer wird dann der Größte sein? Derjenige, der sich am meisten verborgen hat. So ist es mit dem verborgenen Leben, es wird am Tag des Kampfes offenbar. Dann ist es gut, nicht seine eigene Ehre gesucht zu haben. Bist du hier unten sehr angesehen – dann wenig da droben. Wenig angesehen hier unten, – groß dort droben. Verstehst du das?

Im Fleisch gibt es nicht einmal einen einzigen verständigen Gedanken. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. Droben sind wir wohl bekannt, denn dort ist unser ganzes Interesse und unser ganzes Leben.