Gedanken
Der Herr erforscht die Wege und Gedanken eines Mannes. Er lässt jeden, der Lust zu schlüpfrigen Wegen hat, darauf wandeln. Der Herr richtet nach dem Verborgenen im Menschen. Sei daher auf der Hut in Bezug auf den Rat deines Herzens.
Zu ihm kommt, dem lebendigen Stein, und werdet selbst zu lebendigen Steinen. 1. Petr. 2, 4-5. Ein Stein ist hart und kalt und tot; doch wir sollen lebendig sein.
Mit König Joas ging es gut, solange ihn der Priester Jojada leitete, aber als der Priester starb, stand König Joas ratlos da. Die Fürsten Israels kamen und verbeugten sich vor ihm und baten um seine Zustimmung, den Astarten und dem Heer des Himmels auf den Höhen dienen zu dürfen. König Joas, der zwar König jedoch nicht Priester war, gab nach. Er bekam dadurch denselben gottlosen Geist in sich hinein wie die Götzendiener. Der Sohn Jojadas warnte den König; doch dieser ließ sich nicht warnen. Stattdessen ließ er den Sohn Jojadas steinigen, und um dieser Sache willen wurde er selbst getötet. Wäre Joas hart wie ein Stein gewesen, als die Fürsten Israels zu ihm kamen, und hätte sie lieber hinausgejagt, anstatt sich vor ihnen zu beugen, dann hätte die Natur des lebendigen Steins in ihm Nahrung bekommen, und er wäre in Wahrheit sowohl König als auch Priester gewesen. Ein König alleine ist etwas Unvollkommenes, doch jemand, der König und Priester ist, hat Macht bei Gott und auch bei den Menschen. Daher war Christus sowohl König als auch Priester. David war König und Prophet. Melchisedek war König von Salem und Priester Gottes, des Allerhöchsten.
Daher macht Gott aus uns eine königliche Priesterschaft für die zukünftige Welt.
Ewigkeitswerte wachsen aus den Trümmern irdischer Werte hervor. Der reiche Mann hat sein Gutes zu seinen Lebzeiten empfangen, Lazarus dagegen das Böse. Der eine kam in Qualen und der andere in Abrahams Schoß.
Der Weg zu ewigem Glück führt immer durch die Verleugnung des eigenen Willens. Wer glaubt das wohl, wenn er sich in seiner vollen Kraft befindet? Daher beuge dich, solange du noch Kräfte dazu hast, deinen Kopf stolz und selbstsicher zu erheben.
Ein toter Löwe und ein toter Hund haben vieles gemeinsam, unter anderem auch dies, dass keiner der beiden die Zähne zeigt oder bellt. Und das ist ja ein hohes Gut für den, der Frieden auf Erden liebt.
Reichtum droben und Armut unten sind ein hohes Gut für denjenigen, der zuallererst nach dem Reich Gottes trachtet, denn die Verheißung, dass er nie Mangel leiden wird, steht ewig fest.
Wie alles geht, das wird deine Aussaat schließlich zeigen. Einer segelt und ein anderer rudert, beide verbrauchen die Tage ihres Lebens.
Etwas mehr Geschmeidigkeit wird schnell die Kraft verdoppeln. Die Werke eines Menschen folgen ihm all seine Lebtage bis weit in die Ewigkeit hinein nach.
Was bedeutet sich zu vergnügen anderes, als mehr oder weniger seine fleischlichen Lüste zu genießen und dafür Zeit und Kraft zu opfern? Auch dies ist ein Verbrauchen des Lebens.
Wer seine freien Stunden für nützliche Arbeit verwendet, wird sich bald als jemand erweisen, der Lücken zumauert.
Es ist besser, die eine Ursache zu finden als die tausend Wirkungen.
Treue und Geduld kann man nicht voneinander trennen.
Zwischen Wiege und Grab liegt ein Weg – entweder zum Leben oder zum Tod.
Der Geist Gottes arbeitet durch Überzeugen. Daher heißt es: „Wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht.“
Mein Vater arbeitet, und ich arbeite auch, sagt Jesus Christus. Wenn also der Vater und der Sohn arbeiten, und das Wort sich in jedem, der glaubt, wirksam erweist, dann kann man nicht einfach auf menschliche Weise Urlaub machen.
Es ist eine abgrundtiefe Kluft zwischen dem Gläubigen und dem Ungläubigen, ebenso groß wie zwischen dem reichen Mann und Lazarus. Daher heißt es: Der natürliche Mensch vernimmt nichts vom Geist Gottes.
Außerdem ist zu sagen: Sei allezeit fröhlich, bete ohne Unterlass, und du wirst erfahren, dass unser Glaube der Sieg ist, der die Welt überwunden hat, und dass der Gerechte durch Glauben leben wird.
