Eines Sinnes sein
Draußen in der Welt gibt es ebensoviele Gesinnungen, wie es Lüste und egoistische Interessen im Fleisch gibt. Und im Fleisch wohnt nichts Gutes. Da kann man sich leicht ausrechnen, dass es auch in der Gesinnung nichts Gutes gibt, es sei denn, dass sie von dem einzigen Guten, nämlich Gott, stark beeinflusst wird.
Es wird also eine gesetzmäßige Unmöglichkeit, gottlose Menschen dazu zu bringen, dass sie eines Sinnes sind. In jedem Volk gibt es ebensoviele Gesinnungen, wie es Menschen und Lüste gibt.
Doch in Christus ist es möglich, eines Sinnes zu werden. Wenn das Fleisch mit seinen Leidenschaften und Begierden gekreuzigt wird, wenn man getröstet wird und liebevollen Zuspruch und Gemeinschaft des Geistes in Christus erfährt, dann bekommen wir die eine Gesinnung, die in Christus war und ist.
Mit dieser einen Gesinnung werden wir dazu befähigt, uns in Liebe untereinander zu beugen und einander zu dienen: Wir werden Herrscher in Gottesfurcht. Jesus kam als Mensch in der Gestalt eines Dieners und war seinem himmlischen Vater gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. Hier wurde er ein Sühnopfer für die Sünden der ganzen Welt.
Wir können einerlei Gesinnung nicht gegenseitig ineinander hineinpeitschen. Sonst würden wir Zuchtmeister für den Geist und das Fleisch, worin es nichts Gutes gibt. Aber mit Jesus als Vorbild können wir ihm nachfolgen und zu anderen sagen: „Folge mir nach, wie ich Christus nachfolge!“
Weil Jesus diesen Weg nach unten ging, hat Gott ihn hoch erhöht und ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist.
Willst du daher in alle Ewigkeit einen Namen bekommen, der hoch erhöht ist, dann folge Jesus Christus in Erniedrigung und Leiden.
Satan will Gott gleich sein und das nachmachen, was Gott zuvor tut. Er will groß sein wie Gott selbst. Dasselbe trifft auf die Menschen zu, die von bösen Geistesmächten geleitet und getrieben werden. Sie wollen hinauf, hinauf, ganz hinauf auf den Berg der Versammlung im fernsten Norden. Sie werden auf dem Höhepunkt ihrer Verrücktheit so von Satan ergriffen, dass sie in Gottes Tempel sitzen wollen und vorgeben, sie seien Gott. 2. Thess. 2, 4. Jes. 14, 13. Dies ist die Gesinnung Satans und der bösen Geister.
Wir können nun wählen, wem wir nachfolgen und gleichen wollen. Eine kurze Lebenszeit – lange genug, um sich Gottes Gesinnung oder Satans Gesinnung anzueignen, ein Himmelreich oder eine Hölle.
