Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Johan O. Smith

Skjulte Skatter 1940-11 - Erweckung

Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Erweckung

Eine ganz kurze Zeit leben wir Menschen, und dann sind wir nicht mehr hier zuhause. Wie gut ist es dann doch, sein Leben im Glauben an Jesus Christus zu leben und ihn als Haupt und Wegleiter in allen Dingen zu haben. Ohne mich, sagt Jesus, könnt ihr nichts tun. All dieses Jagen nach Lebensunterhalt tötet alles Trachten nach dem Reich Gottes. Wenn wir die ganze Welt gewönnen, und doch Schaden an unserer Seele nähmen, was hülfe es uns? Die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.

„Als der Herr die Gefangenen Zions zurückbrachte, da waren wir wie Träumende. Da war unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel; da sagte man unter den Heiden: »Der Herr hat Großes an ihnen getan!«

Der Herr hat Großes an uns getan, wir sind fröhlich geworden. Herr, bringe unsere Gefangenen zurück wie die Bäche im Südland!“ Ps. 126.

Zu Gott zurückzukehren, ist die Rettung für die Menschen. Er hat uns geschaffen und aus Erde vom Acker gebildet, er hat uns den Odem des Lebens in unsere Nase geblasen. Wir müssen zu diesem Odem des Lebens zurückkommen, dann werden wir fröhlich, ja wie Träumende. Wir kehren zurück wie die Bäche im Südland. Dann werden die Leute sagen: Der Herr hat Großes an ihnen getan.

Wir beten um Erweckungen und Gott schickt Erweckung, aber wie viele bleiben wohl nach der Erweckung vor dem Angesicht Gottes? Der Abfall folgt der Erweckung auf den Fersen. Und warum? Weil die Menschen ihre Lüste mehr lieben als Gott. Jeder, der Gott liebt, bleibt in Gottes Gebot. Sie bleiben dort im Südland, wie die Bäche. „Die auf den Herrn vertrauen, sind wie der Berg Zion, der nicht wankt, sondern ewiglich bleibt.“ Ps. 125, 1. Dorthin sollte alle Erweckung führen.

Die Ursache dafür, dass nach der Erweckung so viele abfallen, ist auch, dass die Neubekehrten in die Arme von schlappen und abgefallenen älteren Christen geraten, die bei weitem nicht nach den Geboten und dem Willen des Herrn leben. Ihr Unglaube erstickt die Erweckung. Wollen wir daher eine bleibende Erweckung haben, müssen die Christen sich bekehren und erweckt werden. Sie müssen lernen, Gerechtigkeit zu praktizieren und Vorbilder für die Neubekehrten zu sein. So wie es jetzt ist, könnte es nötig sein, die Neuerweckten vor all denen zu warnen, die den Namen haben zu leben und doch tot sind. Das Wort Gottes muss getan werden, wenn man zu einem felsenfesten Christentum kommen will. „Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen. Wenn der Herr nicht die Stadt behütet, so wacht der Wächter umsonst.“ Ps. 127, 1.

Daher muss der Herr die Neubekehrten auch erbauen und bewahren dürfen und ihr Hirte sein dürfen. Hierzu braucht er Mitarbeiter, Hirten und Lehrer, die sagen können: „Folgt meinem Beispiel, wie ich dem Beispiel Christi!“ Wenn man das nicht sagen kann, dann sollte man sich von den Neubekehrten weit weg halten.