Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Skjulte Skatter 1939-04 - Der Odem des Allmächtigen macht verständig

Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Der Odem des Allmächtigen macht verständig

„Auf ihm wird ruhen der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn.“ Jes. 11, 1-2.

Der Geist der Erkenntnis des Herrn!

Hier können wir nicht eigenmächtig handeln und hier steht unser Verstand still. Wir müssen Gott bitten, dass wir den Geist der Erkenntnis des Herrn bekommen.

Elihu sagt: „Ich dachte: Lass das Alter reden, und die Menge der Jahre lass Weisheit beweisen. Aber der Geist ist es in den Menschen und der Odem des Allmächtigen, der sie verständig macht.“ Hi. 32, 7-8. Durch diesen Geist der Weisheit fand er heraus, was Hiobs Fehler war, was die drei Freunde Hiobs nicht verstanden. Siehe Hi. 33, 8-11.

„Josua aber, der Sohn Nuns, wurde erfüllt mit dem Geist der Weisheit; denn Mose hatte seine Hände auf ihn gelegt. Und die Israeliten gehorchten ihm und taten, wie der Herr es Mose geboten hatte.“ 5. Mos. 34, 9. Der Geist der Weisheit ist der führende Geist.

David sagt zu Salomo: „So handle nun nach deiner Weisheit.“ 1. Kön. 2, 6.

Jeder Mensch handelt nach seiner Weisheit. Daher kommt es darauf an, wie tief diese Weisheit geht – ob sie innerhalb des Geistes ist, der Erkenntnis des Herrn gibt.

„So führt das Verlangen nach Weisheit zu königlicher Herrschaft. Habt ihr nun Gefallen an Thron und Zepter, ihr Herrscher der Völker, so haltet die Weisheit in Ehren, damit ihr für immer die Herrschaft behaltet.“ Weish. 6, 21-23 (LUT 2017).

Der Geist der Weisheit wird ewig herrschen. Suche ihn, dann wird er dir den grünenden Stab Aarons geben und für ewig alle Wünsche, auf menschliche Weise zu Macht zu kommen, vernichten. 4. Mos. 17, 7-10.

„Denn Weisheit wird in dein Herz eingehen, dass du gerne lernest; guter Rat wird dich bewahren und Verstand wird dich behüten, dass du nicht geratest auf den Weg der Bösen noch unter die verkehrten Schwätzer, die da verlassen die rechte Bahn und gehen finstere Wege, die sich freuen, Böses zu tun, und sind fröhlich in ihrem bösen, verkehrten Wesen, welche ihren Weg verkehren und folgen ihrem Abwege.“ Spr. 2, 10-15.

Nun ist Christus uns von Gott gemacht zur Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung. 1. Kor. 1, 30. Wie das Licht die Finsternis vertreibt, so wird Bosheit nicht vor der Weisheit bestehen können.

„Wer ist weise und klug unter euch? Der zeige mit seinem guten Wandel seine Werke in Sanftmut und Weisheit.

Habt ihr aber bittern Neid und Streit in eurem Herzen, so rühmt euch nicht und lügt nicht der Wahrheit zuwider. Das ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern sie ist irdisch, niedrig und teuflisch.

Denn wo Neid und Streit ist, da sind Unordnung und lauter böse Dinge.

Die Weisheit aber von oben her ist zuerst lauter, dann friedfertig, gütig, lässt sich etwas sagen, ist reich an Barmherzigkeit und guten Früchten, unparteiisch, ohne Heuchelei.“ Jak. 3, 13-17.

Die Weisheit hat ihr Haus gebaut, hat ihre sieben Säulen ausgehauen. Sie hat ihr Vieh geschlachtet, ihren Wein gemischt und ihre Tafel gedeckt.“ Spr. 9, 1-2.

Liebe Brüder, es ist gut, in diesem gesegneten Haus zu Tisch zu sitzen. Hier wird man nicht hungern und dürsten. Dann können die Wasserströme kommen, kann das Gewitter toben und Basans Ochsen können brüllen.

Von diesem Haus kommen Überlegungen über Krieg oder Frieden und darüber, sich in den Kriegen des Herrn nicht mit eigener Hand Recht zu schaffen. 1. Sam. 25, 30-34. Lies von Nabal und Abigail.

„Und wenn du hörst, wie das Rauschen in den Wipfeln der Bakabäume einhergeht, so eile; denn dann ist der Herr ausgezogen vor dir her.“ 2. Sam. 5, 23-25.

Im Haus der Weisheit herrscht der Geist der Erkenntnis des Herrn. Aber außerhalb des Hauses herrschen Finsternis und Unwissenheit. Um dieses Haus, das der Herr selbst ist, stürmt es gewaltig. Ps. 50, 3. Aber drinnen im Haus ist alles still. Dort ist Fest mit altem, klarem Wein und mit geschlachtetem Vieh. Der Tisch ist gedeckt und Stühle sind gestellt für jeden nach der Rangordnung und dem Dienstalter der Treue.

Nur bedauerlich, dass nicht viel mehr den Eingang in dieses Haus finden. Aber das kommt wahrscheinlich daher, dass die Tür so eng ist und sich so tief unten befindet. Es tut weh, sich zu beugen. Aber vermagst du es, dann sei willkommen in der Nachfolge!