Die Lehre Jesu Christi
Warum findet man nicht zur Lehre Jesu Christi? Deshalb, weil man keinen Gebrauch für sie hat. Untreue in den Anfangsgründen hindert weiteren Fortschritt. Das ganze Werk Christi beginnt und endet für die meisten Christen mit Jesus als Sühneopfer für ihre begangenen Sünden. Die Sündenvergebung ist aus ihrer Sicht: Rechtfertigung, Heiligung und Erlösung. Wenn es heißt, dass in ihm die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig wohnt, dann glaubt man, dass man all dies durch Sündenvergebung erreichen könne. Wenn es von den Hundertvierundvierzigtausend heißt, dass sie dem Lamm folgen, wohin es geht und dass sie aus den Menschen als Erstlinge für Gott und das Lamm erkauft sind, dann soll dies alles zusammen im Handumdrehen durch die Sündenvergebung geschehen.
O nein, du selbst bist wohl auf einem Irrweg. Deine Sünde betrügt dich. Deine Weichlichkeit gegenüber den Leiden Christi macht dich ungläubig. Die religiösen Massen betrügen dich. Deine Schlappheit, Trägheit und Faulheit, deine Unlust, dir Mühe zu machen, machen dich untüchtig, so wie unordentliche Schüler und Schülerinnen den Anschluss verlieren und dennoch mitten in all ihrer Unwissenheit mit ihrem Wissen prahlen.
Was sagt die Lehre Jesu Christi?
„Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.“
Wer von der religiösen Menge liebt nicht seinen Vater und seine Mutter mehr, als er Jesus liebt? Sie hängen unglaublich fest und sind bei weitem nicht frei.
„Und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.“
Hier haben wir wieder dieselbe Amputation, und wer erträgt diese wohl?
„Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert.“
Wer tut das wohl? Wer liebt Jesus Christus so sehr, dass er seine Gebote hält? Es kostet etwas, täglich sein Kreuz auf sich zu nehmen und ihm nachzufolgen.
„Wer sein Leben findet, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden.“ Mt. 10, 37-40.
Hast du deine Untreue, deinen Unglauben und deine Trägheit, deine Herrschsucht, deine Lieblosigkeit den Brüdern gegenüber, deine eingebildete Klugheit in Bezug auf die Schrift, deine Habsucht und Ehrsucht gefunden? Du hast wohl den Weg zur Sündenvergebung für all dies gefunden, aber morgen bist du derselbe Sklave der Sünde, und warum?
Du nimmst nicht täglich das Kreuz auf dich. Du liebst deine Lüste mehr als Christus!
Und du willst andere lehren! Du weißt auf‘s Genaueste, wie alles sein soll? Nein, du bist eher ein Professor in Unwissenheit. Denn diejenigen, die Jesu Worte haben und sie halten, werden mit der Lehre, die von Gott ist, vertraut. Man lebt sich in die Lehre hinein. Hier taugt es nicht, auf Kosten der Gnade zu sündigen, jedoch taugt es, die Gnade zu benützen, um Sieg über die Sünde zu bekommen.
Einige wenige Worte aus der Schrift genügen, um dich außer Gefecht zu setzen. Warum? Du richtest nicht dich selbst. Es ist für dich in deinem Leben nicht zur Gewohnheit geworden, dich selbst zu richten. Denn die Zeit ist da, dass das Gericht anfängt an dem Hause Gottes – an uns. 1. Petr. 4, 17-18. Welche der Geist Gottes treibt, die gehören ihm an.
Der Geist Gottes soll uns treiben
Der Leuchter (die Gemeinde), 2. Mos. 25, 31 ff., soll aus reinem Gold angefertigt werden; in getriebener Arbeit soll dieser Leuchter gemacht werden; sein Fuß und sein Schaft, seine Kelche, Knäufe und Blüten sollen aus einem Stück mit ihm sein.
Die Kelche, Knäufe und Blüten am Leuchter sollten wie Mandelblüten sein. Der Mandelbaum wird auch der „erwachende Zweig“ genannt. Jer. 1, 11. Er blüht früher als andere Bäume.
So auch die Auserwählten, die das Wort Gottes hören und danach tun. Sie blühen vor den anderen Bäumen. Sie brauchen nicht zwei Jahre, um mit dem Rauchen fertig zu werden, oder vier Jahre, um die Gesinnung zu bekommen, ihre Schulden zu bezahlen usw. Sie blühen sofort im Garten Gottes. Sie kreuzigen sofort das Fleisch mit den Leidenschaften und Begierden. Sie sind hellwach für ihn, der vom Himmel redet. Sie sitzen nicht zwanzig bis vierzig Jahre lang in einer Parteiung, weil sie ja wissen, dass Parteiungen Werke des Fleisches sind.
Sie werden wie Gold in den Leuchter hineingetrieben und werden eins mit ihm, ob sie Anfänger (Blüten) oder Fortgeschrittene (ganz reife Mandeln) sind.
Zum Leuchter gehörten sieben Lampen. 2. Mos. 25, 37. Und Gott gebot Mose und sprach: „Gebiete den Israeliten, dass sie zu dir bringen das allerreinste Öl aus zerstoßenen Oliven für den Leuchter, dass man ständig Lampen aufsetzen könne.“ 2. Mos. 27, 20.
So ist es auch jetzt im Neuen Bund. Wenn unsere Lampen leuchten sollen, müssen wir zerstoßene Oliven beschaffen. Es gibt Dinge in unserem Leben, die zerstoßen werden müssen. Wir finden unser Leben und verlieren es. Wenn wir es so haben, dann wandeln wir im Licht, so wie er im Licht ist. Dann haben wir Gemeinschaft untereinander, und dann reinigt Christi Blut uns von aller Sünde 1. Joh. 1, 7.
Dies ist der Start in die Lehre Jesu Christi hinein. Tue das, lebe danach, dann wirst du bald erkennen, ob diese Lehre von Gott ist oder ob sie vom Teufel ist.
