Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen
„Der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von mir. Und auch ihr seid meine Zeugen, denn ihr seid von Anfang an bei mir gewesen.“ Joh. 15, 26-27.
Der Geist der Wahrheit und auch wir sollen von Jesus Christus zeugen. Um von ihm zeugen zu können, müssen wir ihn kennen. Wie sollen wir ihn dann kennenlernen? Das sollen wir dadurch, dass wir seine Gebote halten, wie geschrieben steht: „Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist’s, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.“ Joh. 14, 21.
Daraus folgt, dass Jesus sich niemand anderem offenbart als denen, die seine Gebote halten.
Man meint, Jesu Gebote seien ein anderes Evangelium, und der Jesus, der von Geboten redet, wird für einen anderen Jesus gehalten. Und der Geist Jesu wird für einen anderen Geist gehalten. Das Zeugnis Jesu Christi: Geist, Wasser und Blut existiert nicht.
Dies kommt daher, dass man selbst in einen falschen, freien Geist hineingeglitten ist, in dem Jesu Gebote Knechtschaft werden, seine Lehre Irrlehre wird, und man, ohne es zu wissen, einen anderen Geist und einen anderen Jesus bekommt.
Es geht keine Gefahr aus von der Lehre, die zur Gottesfurcht führt. Aber der Geist und die Lehre, die sich von irdischen Dingen steuern lassen, die sind von Satan. Große Häuser, viel Geld, viele Leute, gute Anstellungen usw. Hier kann man damit rechnen, Satan in der Gestalt eines Engels des Lichts zu finden. Doch er hält sich schön fern von dort, wo die Gebote Jesu Christi, Jesu Leidensgemeinschaft und ein gekreuzigtes Fleisch verkündigt werden. Das ist wohl für jeden normalen Menschen klar zu verstehen. Satan gefällt: „Schone dich selbst“.
Wenn wir Gottes Gebote halten und seinen Willen tun, der unsere Heiligung ist, dann werden uns die Person Jesu, sein Geist und sein Evangelium offenbart werden. Und wenn diese offenbart werden, können wir von ihm zeugen.
Jesus wusste ganz genau, dass für seine Jünger Zeiten kommen würden, in der die sogenannten Christen so weit weg im Fleisch und in falscher Freiheit sein würden, dass sie diejenigen, die Jesu Christi Gebote hielten (die Jünger), verfolgen würden. Daher sagt er: „Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr keinen Anstoß nehmt.
Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen; es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst zu erweisen.
Und dies werden sie euch antun, weil sie weder den Vater noch mich kennen.“ Diejenigen, die als Verfolger auftreten, kennen also weder den Sohn noch den Vater. Und das kommt daher, dass sie als Gesetzlose und Kraftlose umherziehen. Darum warnen sie vor den Geboten Jesu Christi und seinen Zeugen. Denn das, was sie sich selbst aufgebaut haben, zerbricht ihnen. Und das ist doch ihr Broterwerb.
„Ich aber habe euch dies gesagt, damit ihr daran denkt, wenn die Stunde kommt, dass ich es euch gesagt habe“, sagt Jesus in Joh. 16, 1 ff. Wir sollen also daran denken, denn nun ist die Stunde gekommen. Man verspottet den „Weg Gottes“ und widerspricht ihm, aber die Gesetzlosigkeit hebt man in die Wolken.
Mit einem Evangelium ohne Gebote kann man nie den Vater und den Sohn kennenlernen. Den Willen Gottes zu tun, wird für Knechtschaft gehalten. Man sagt: Du willst wohl nicht Gott bei der Erlösung helfen? Das nenne ich eine merkwürdige Erziehung für neubekehrte Menschen, die gerade so der Sünde und der Welt entronnen sind. So eine Verkündigung bekam ich in meiner geistlichen Kindheit von Leuten zu hören, die als Prediger und Lehrer auftraten. Aber so wurden sie ja tüchtige Erzieher von Menschen, die in falsche Freiheit hinausglitten.
Es ist wohl nicht ohne Grund, dass wir vor Satan in der Gestalt eines Engels des Lichts warnen. Denn wir haben junge Menschen gesehen, die sich aufgrund der Heuchelei falscher Lehrer in die Sünde hinausgeworfen haben. Doch wir sehen nun auch, wie gottesfürchtig die Menschen werden, wenn Jesu Gebote verkündigt werden.
Der Apostel Paulus empfing Gnade und Apostelamt, den Gehorsam des Glaubens zur Ehre Gottes aufzurichten unter allen Heiden. Röm. 1, 5. Doch wer hat heute dieses Amt? Geh in Staatskirche, Bethäuser, Pfingstgemeinden und freie Versammlungen oder wohin du willst, und du wirst niemanden finden können, der in so einer Arbeit steht. Und sollte zufälligerweise so jemand kommen, dann ruft man ihm zu: Verkündige Christus; was du vorhast, ist Knechtschaft usw. Sie haben also einen Jesus, der in falscher Freiheit lebt, wie sie selbst.
Unterzieht eure Lehre und euer Leben einer gründlichen Revision; denn ihr alle braucht eine Bekehrung, die ihr mit Briefen und Warnungen und lügenhaften Behauptungen den Zeugen Gottes zuwiderarbeitet. Ihr kennt weder den Vater noch den Sohn, daher seid ihr Widersacher eurer eigenen Erlösung und der Erlösung anderer.
