Der Hebräerbrief
1. Kapitel
V. 10, 11 und 12. „Du, Herr, hast am Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk. Sie werden vergehen, du aber bleibst. Und sie werden alle veralten wie ein Gewand; und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, wie ein Gewand werden sie gewechselt werden. Du aber bist derselbe, und deine Jahre werden nicht aufhören.“
Als Gottes Schöpfungswerk vollendet war, sah Gott alles an, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. 1. Mos. 1, 31.
Doch dann kam die Schlange und verführte die Menschen. Und Gott sagte zu Adam: „Weil du gehorcht hast der Stimme deiner Frau und gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen –, verflucht sei der Acker um deinetwillen!“ 1. Mos. 3, 17.
Die Erde war von Beginn an in Gottes Gerechtigkeit gegründet. Alles war sehr gut. Doch durch den Sündenfall kam der Fluch über die Erde. Die Himmel sind das Werk seiner Hände, aber Satan, die alte Schlange, und seine Engel fielen und wurden vom Himmel hinabgestürzt. Dies ist der Grund, dass Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde, auf der Gerechtigkeit wohnt, schaffen muss. Der alte Himmel und die alte Erde werden veralten und vergehen. Sie werden zusammengerollt wie ein Mantel.
Petrus sagt in seinem 2. Brief, Kap. 3: „So werden auch jetzt Himmel und Erde durch dasselbe Wort aufgespart für das Feuer, bewahrt für den Tag des Gerichts und der Verdammnis der gottlosen Menschen.“ „Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden nicht mehr zu finden sein.“
Doch Jesus Christus ist derselbe. Er bestand seine Feuerprüfung in den Tagen seines Fleisches, sodass Gottes Feuer ihn nicht verzehren kann. Er wird ewig bleiben. Jesus sagt: „Ich bin gekommen, ein Feuer anzuzünden auf Erden.“ Diejenigen, die ihm folgen, bekommen auch ihre Feuerprüfung. Sie bekommen ewiges Leben. Sie werden durch dieses Feuer von der Erde und aus den Menschen herausgelöst. Offb. 14, 3-4.
V. 13. „Zu welchem Engel aber hat er jemals gesagt: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel unter deine Füße lege?“
Es sieht aus, als ob die Welt sich selbst regiert – ohne Gott. Man stimmt ab und wählt und predigt Politik, als ob man „die Weisheit gepachtet hätte“. Doch Gott hat die Fäden in der Hand und treibt die Völker vor die Füße Christi. Das wird man an dem Tag sehen, wenn Gott dem Land Gog eine Grabstätte im Land Israel bereitet. Lies Hes. Kap. 38 und 39. Dann wird Gott die Völker auf den Bergen Israels versammeln und dort wird er sie ric hten mit Feuer und Schwefel und einem großen Erdbeben. Und die Berge sollen einstürzen und die Felswände zu Boden fallen. Und jeder wird sein Schwert gegen den anderen erheben.
Und Gott wird sich herrlich und heilig erweisen und sich zu erkennen geben vor vielen Heiden, dass sie erfahren, dass er der Herr ist.
In Offb. 19 steht von derselben Sache: „Und das Tier [die Völker] wurde ergriffen und mit ihm der falsche Prophet, der vor seinen Augen die Zeichen getan hatte, durch welche er die verführte, die das Zeichen des Tieres angenommen und das Bild des Tieres angebetet hatten. Lebendig wurden diese beiden in den feurigen Pfuhl geworfen, der mit Schwefel brannte. Und die andern wurden erschlagen mit dem Schwert, das aus dem Munde dessen ging, der auf dem Pferd saß. Und alle Vögel wurden satt von ihrem Fleisch.“
„Und alle, die auf Erden wohnen, werden ihn anbeten, alle, deren Namen nicht vom Anfang der Welt an geschrieben stehen in dem Lebensbuch des Lammes, das geschlachtet ist.“ Offb. 13, 8.
Gott wird alle Heidenvölker zum Krieg gegen Jerusalem versammeln. Auf diese Weise erfüllt er sein Wort: „Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße mache.“ Und an jenem Tag wird Christus seine Füße auf den Ölberg setzen, der vor Jerusalem liegt nach Osten hin. Und der Ölberg wird sich in seiner Mitte spalten vom Osten bis zum Westen zu einem sehr weiten Tal, sodass die eine Hälfte des Berges nach Norden und die andere nach Süden weichen wird. Dies ist das Schwert des Herrn, das im Äußeren durchdringt und scheidet.
Da wird dann kommen der Herr, mein Gott, und alle Heiligen mit ihm. An jenem Tag wird es kein Licht geben; die glänzenden Gestirne werden sich verfinstern. Doch zur Abendzeit wird es licht werden.
Und der Herr wird König sein über alle Lande. An jenem Tag wird der Herr der einzige sein und sein Name der einzige. Sach. 14.
V. 14. „Sind sie nicht allesamt dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die ererben sollen die Seligkeit?“
Als Jakob Josefs Söhne segnete, sagte er: „Der Engel, der mich erlöst hat von allem Übel, der segne die Knaben.“ 1. Mos. 48, 16.
Israel schrie zu dem Herrn; der hat ihre Stimme gehört und einen Engel gesandt und sie aus Ägypten geführt. 4. Mos. 20, 16.
„Und in dieser Nacht fuhr aus der Engel des Herrn und schlug im Lager der Assyrer hundertfünfundachtzigtausend Mann. Und als man sich früh am Morgen aufmachte, siehe, da lag alles voller Leichen.“ 2. Kön. 19, 35.
„Der Engel des Herrn lagert sich um die her, die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus.“ Ps. 34, 8.
Hier bekommen wir ein Verständnis vom Dienst der Engel um derer willen, die ererben sollen die Seligkeit.
