Friede.
Danke für unser letztes Zusammensein. Das Fest war gut; doch du hättest auf die Rede von Br. Aslaksen reagieren sollen. Ich war gezwungen, es am Sonntagvormittag nochmals aufzugreifen; doch da warst du ja nicht anwesend.
Nach dem, was gesagt wurde, kann dich niemand besuchen, der richtig arm ist. Nur wer dir etwas zu geben hat, darf kommen, oder auch wer für dich schrubben und putzen kann.
Dies ist etwas ganz Fremdes für mich. Nie habe ich so etwas gelehrt. Mehreren tat das weh, sie wurden gebunden. Sie mussten wieder gelöst werden. Du hättest aufstehen und sagen sollen: „Ihr seid alle zusammen bei mir zuhause willkommen – ohne Geschenke mitzubringen, aber ihr könnt ja nicht erwarten, verpflegt zu werden, denn dazu habe ich keine Möglichkeit.“
Br. Aslaksen war anwesend, als ich seiner Rede widersprach, diese Sache ist also in Ordnung; aber du warst nicht da, deshalb schreibe ich.
Man kann nicht sagen, dass alle Dinge von zwei Seiten betrachtet werden können; denn es steht nicht geschrieben, dass derjenige, der keine Kinder hat, diejenigen versorgen soll, die Kinder haben. Gottlose haben auch oft viele Kinder. Jeder, der Kinder hat, muss selbst zusehen, seine Kinder zu versorgen. Große Bettelei für die Familie, für das eigene Haus usw., das sind Methoden, nach denen Kahan vorgeht. Hier beginnt das Abfallen. Man sucht das Seine und wird unfähig zum Dienst. Nie habe ich gelesen, dass der Apostel Paulus bei Petrus und Petrus bei Paulus bettelte. Aber Paulus sammelte für die armen Heiligen in Jerusalem. Wir müssen für Gott arbeiten und dann wird er seine Pflicht uns gegenüber erfüllen. Es ist Unglaube, nicht darauf zu vertrauen. Ein Arbeiter ist seines Lohnes wert. Aber derjenige, in dessen Dienst man steht, soll den Lohn auszahlen. Und er hat gesagt: Ich will dich nicht verlassen noch versäumen.
Ein Druck auf die Gemeinde, wie ihn Kahan ausübt, bewirkt das genaue Gegenteil von dem, was beabsichtigt ist. Es ekelt einen davor, etwas zu geben – was man am liebsten freiwillig und mit Freude gegeben hätte.
Es gilt, wach zu sein, damit nicht Sorgen darüber, was man essen und trinken wird, denjenigen in Schlaf versetzt, der ein Vorläufer sein soll. Das Ganze kann in einer Kahan-Katastrophe enden. Du solltest bei einer passenden Gelegenheit der Gemeinde deine Ansicht in der Sache kundtun, damit sie Vertrauen zu dir haben können. Denn dein Schweigen am Fest war dazu geeignet, den Verdacht zu erwecken, dass du es so haben willst.
Ich schreibe dies in aller Liebe, damit du diesbezüglich für alle Zukunft auf der Hut bist.
Liebe Grüße von deinem Bruder
J. O. Smith