Der vom Himmel redet, bildet Priester aus
Wäre er jetzt auf der Erde, dann wäre er nicht einmal Priester. Hebr. 8, 4. Jesu Leib musste geopfert werden, er musste von der Erde weggenommen werden, bevor er Priester werden konnte. Die Priester auf Erden sind ohne Eid Priester geworden, aber Jesus Christus ist durch einen Eid Priester geworden. Der Herr hat geschworen, und es wird ihn nicht gereuen: Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks. Hebr. 7, 21.
Dies gilt für unseren Hohepriester Jesus Christus, der vom Himmel redet. Aber auch wir sind Priester in dem Maß, wie wir vom Himmel reden. Die irdische Stimme ist keine Priesterstimme. Ebenso wenig wird die irdische Stimme durch einen Eid bestätigt. Aber die himmlische Stimme hat ihr Opfer gebracht, den Leib Christi: Geist, Wasser und Blut. Deshalb wird sie mit einem Eid bestätigt.
Was wir heute brauchen, ist die Rede des Geistes vom Himmel. Sie bringt Erweckung und Fortschritt im inneren Leben. Die irdischen Priester sind nicht einmal Priester, denn sonst müssten sie geistliche Opfer darbringen und mit dem in Verbindung stehen, der vom Himmel redet.
Jesus Christus hat ein unvergängliches Priestertum, weil er ewig bleibt. Daher kann er auch diejenigen vollkommen erretten, die durch ihn zu Gott kommen, weil er für immer lebt, um für sie einzutreten.
Alle Propheten mussten ihn hören, der vom Himmel redete. Das waren Worte des Glaubens. Und durch diesen Glauben überwanden sie die Welt. Kluge Menschen hier auf der Erde zu hören, führt nicht ans Ziel und erhebt uns nicht über die Erde. Daher dürfen wir uns nie dem entziehen, der vom Himmel redet. Denk nur an Abraham, Mose, Gideon, Barak, Simson, Jeftah, David, Samuel und alle die Propheten, die durch Glauben Königreiche bezwangen, Gerechtigkeit übten, Verheißungen erlangten, Löwen den Rachen stopften usw.
Jetzt leben wir und wir haben unsere Zeit, in der gearbeitet werden soll. Hast du ihn gehört, der vom Himmel redet, dann fürchte dich nicht vor dem Rachen der Löwen. Du wirst durch diese Stimme die Heere der Feinde zum Weichen bringen. Das irdische Priestertum, das nur in der Einbildung ein Priestertum ist, wird vor dem Priestertum, das du von oben her bekommst, weichen müssen. Euch, die ihr glaubt, gehört die Ehre. Denn ihr seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Tugenden dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.
Andere Priester und ein anderes Priestertum existieren nicht. Sie sind untauglich ohne dieses himmlische Licht und ohne diese himmlische Berufung, selbst wenn sie eine Ausbildung zum Priester gemacht haben.
Darum müssen wir, die wir durch Gottes Gnade von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht geführt worden sind, unsere Berufung und unser Priesteramt festmachen, damit wir die Finsternis durch das wunderbare Licht Gottes zum Weichen bringen.
