Friede!
Br. E. Aslaksen hat seinen Brief an dich, deinen Brief an ihn und Skogsruds Brief an mich geschickt, damit ich sie dir zurückschicke.
Ich verstehe ja, dass Skogsrud stur ist. Die Sache mit dem Protokoll, das allen Versammlungsteilnehmern, die es wünschen, zugänglich gemacht werden sollte, beweist alles andere als Christi Gesinnung, die sagt: Vertrage dich mit deinem Bruder sogleich, solange du noch mit ihm auf dem Weg bist.
„Wenn Sie diese Bedingungen unannehmbar finden sollten, dann können Sie sich in Zukunft jegliche Mühe ersparen, mich zu besuchen. Das wird auf gar keinen Fall zu einem Ergebnis führen usw.“
Wenn du findest, dass dein Verhalten gegenüber Skogsrud nicht so ist, wie es sein sollte, dann bitte ihn dafür um Vergebung. Wenn er dir dann vergibt, ist die Sache erledigt. Wenn er das nicht tut, ist es für ihn selbst am schlimmsten, weil er dann mit Gottes Wort in Konflikt gerät. Auf eine schriftliche Protokollführung solltest du dich nicht einlassen, weil sie nur dazu dient, das Böse anzurechnen, und das tut die Liebe nicht. Das muss auch Skogsrud verstehen.
Seinerzeit bin ich mit Skogsrud einmal spazieren gegangen. Er erzählte mir da so einiges über Br. Aslaksen. Ich konnte selbstverständlich ohne die Aussage von zwei oder drei Zeugen keine Klage gegen einen Ältesten annehmen. Und da er selbst aufgewühlt und unzugänglich war, wurde dies ja noch unmöglicher.
Ich kann aus deinem Brief an Br. Aslaksen gut erkennen, dass du alles in deiner Macht Stehende unternehmen willst, um mit Skogsrud ins Reine zu kommen. Das ist ja richtig und demütig. Sollte es sich jetzt jedoch zeigen, dass er deiner Güte Härte entgegensetzt, dann stehst du unverrichteter Dinge da. Seine Härte fällt dann auf ihn selbst zurück, und du bist frei.
Eines Tages war ich bei Skogsrud oben und hörte, wie Br. E. Aslaksen Skogsrud innig und unter Tränen ermahnte; er jedoch blieb stur und unbeugsam. So etwas hatte ich noch nie zuvor gesehen.
Br. E. Aslaksen hat selbst Licht und Weisheit, um die Angelegenheit mit Skogsrud zu klären. Ich kann darin kein Urteil fällen, da ich ja nicht anwesend war und nicht hörte, worum es ging.
Das Ganze lässt sich regeln, wenn alle Beteiligten versöhnlich gesinnt sind. Wenn nicht, kommt man nicht weiter in den fünf Punkten, die ich als großen Unsinn betrachte. Die Sache mit dem Herzen und dem Gewissen liegt völlig außerhalb all dieser Forderungen.
Herzliche Grüße von deinem Bruder im Kampf
J. O. Smith