Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Johan O. Smith

Skjulte Skatter 1935-04 - Die Gesetze und Gebote des Neuen Bundes

Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Die Gesetze und Gebote des Neuen Bundes

Gott hat mit uns einen Bund geschlossen, indem er uns die Gesetze ins Herz gegeben und in unseren Sinn geschrieben hat. Hebr. 10, 16.

Jesus war den Gesetzen Gottes gehorsam bis zum Tod. Dieser Tod Jesu wird auf alles Fleisch übertragen, denn wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben. Der Geist Jesu trägt das ganze Werk Christi in sich, auch seinen Tod. Daher kann der Geist die Welt von Sünde, von Gerechtigkeit und vom Gericht überzeugen. Dies alles ist für uns getan. Und jetzt sollen wir selbst seine Gesetze und Gebote bis aufs Blut und bis in den Tod halten.

Genau hier willigt der Mensch nicht ein. Alles ist schön und gut, solange man davon reden hört, was Jesus für uns getan hat. Dass er den Tod nach dem Fleisch erlitten hat, dass er den Kelch getrunken hat, das ist einem recht; doch dass auch wir mit ihm leiden sollen, erträgt man nicht. Dennoch ist es so. Der Wille Gottes ist unsere Heiligung. Dieser wird uns in seinen Gesetzen und Geboten wie auch in der Schrift geoffenbart. Folgen wir hier treu nach, bekommen wir das Licht des Lebens und werden vom zweiten Adam lebendig gemacht. Hier geht der neue und lebendige Weg durch den Vorhang, das ist sein Fleisch. Dieser Weg ist schmal und wenige wandeln auf ihm, doch führt er bis zum Vater. Hier werden Seele und Geist geschieden. Wir brauchen darüber nichts von anderen Personen zu lesen; denn wir haben selbst die Erfahrung. Dies ist der Weg des Kreuzes, der Weg des Kelchs des Neuen Testaments, der Weg Jesu Christi, der von sich selbst sagt: Ich bin der Weg. Wenige finden den Weg; denn man will nicht täglich das Kreuz aufnehmen und mit ihm leiden. Doch, gepriesen sei Gott, einer hier und einer dort glaubt an diesen Weg und wandelt auf ihm. Mit solchen haben wir die wunderbarste Gemeinschaft. Doch das Merkwürdige ist, dass die fleischlichen Christen vor solchen Personen warnen. Dadurch redet man schlecht vom Weg Gottes und von den Personen, die darauf wandeln. Dass es wirklich so ist, darin habe ich persönlich mehr als 30-jährige Erfahrung. Doch wir lassen uns deshalb nicht entmutigen. Vielmehr werden wir Jahr für Jahr mehr im Glauben gestärkt. Bis zum heutigen Tag hat niemand vermocht, einen einzigen Tüttel des Wortes Gottes, an das wir glauben und für das wir arbeiten, zu widerlegen. Es zeigt sich auch, wie die Schrift sagt, dass die, die nach den Gesetzen und Geboten des Herrn leben, wie der Berg Zion werden, der nicht wankt.

Die falsche Freiheit oder die Hure hat sich überall unter Gottes Volk gemischt und hat alles, was Gesetze und Gebote heißt, verdorben. Das alles gehört zum Alten Bund, sagt man, und wer das nicht versteht, der sei nicht freigemacht. Doch, meine lieben Freunde, wir sind mit der Freiheit in Christus, die im Geist und nicht im Fleisch liegt, durchaus gründlich vertraut; jedoch ist uns auch die satanische Lehre bekannt, die das Fleisch freilässt, anstatt es zu kreuzigen. Dadurch hat die Hure den Sieg gewonnen, und die Früchte kommen augenblicklich zum Vorschein in Form von: Parteiungen, Zorn, Grimm, Ansehen der Person, Hurerei, Nichtbezahlen der Schulden usw. Ja, wir kennen die Freiheit der Hure, die die Versammlungen, wie sie auch heißen mögen, verführt hat, sodass sogar die, die es besser wissen sollten, mitgerissen wurden. Die Menschen verstehen richtig gut, das, was Gott gibt, zu besudeln. Ein kleines Kind ist schön und unschuldig, wenn es in die Welt geboren wird. Doch lass 30 bis 40 Jahre über das Leben dieses Kindes dahingehen, und schau es dir dann an, so wirst du sehen, dass die Sünde Verwüstungen angerichtet hat. Dasselbe gilt auch für Erweckungen von Gott. Alles, was von ihm kommt, ist rein; doch wenn die Menschen die Erweckung und die Gnadengaben eine Zeitlang behandelt haben, dann ist das Ganze besudelt. Man macht Geschäfte mit der Erweckung, verdient Geld damit, indem man in Parteiungen einschreibt und die Brüder mit Steuern belegt. Hierdurch entsteht eine Feindschaft gegen die Geschwister, die sich nicht in ihre Parteiung einschreiben lassen wollen. Auf diese Weise hat Satan das Spiel in Gang gebracht. Er ist gekommen, um Spaltungen zu verursachen, zu verderben und umzubringen. Wenn man das zum Ziel hätte, Menschen zur Gottesfurcht anzuhalten, sie darin zu unterweisen, auf dem Weg zu wandeln und sie Gerechtigkeit, Enthaltsamkeit und Gericht zu lehren, wie es die Apostel taten, dann würde das Christentum eine Kraft werden, mit der man rechnen müsste und die die Menschen zum Glauben bringen würde.

Paulus sagt zu Timotheus: Ich gebiete dir vor Gott, der alle Dinge lebendig macht, usw., dass du das Gebot unbefleckt, untadelig haltest bis zur Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus. 1. Tim. 6, 13-14.

Hier geht es um die Gebote des Neuen Bundes, die in Herz und Sinn geschrieben sind. Diese Gebote wirken genau so, wie in Röm. 7 erwähnt: Das Gebot, das doch zum Leben gegeben war, brachte mir den Tod. Dies ist der Tod Christi, in den wir, indem wir die Gebote halten, ständig hingegeben werden. Durch dieses Blut gehen wir in das Heiligtum hinein. Hebr. 10, 19. Und hier bekommen wir die drei Zeugen: Den Geist, das Wasser und das Blut. Die drei stimmen überein. Dies ist das Zeugnis Gottes, und wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat dieses Zeugnis in sich. Es ist dieses Zeugnis, das die Welt überwindet. Das ist das Zeugnis davon, dass man Gebote bis in den Tod Christi gehalten hat. Das Wasser reinigt äußerlich und das Blut reinigt inwendig, und der Geist gibt sein Zeugnis und seine Zustimmung. Doch um zu diesem alles besiegenden Zeugnis zu gelangen, ist Gehorsam des Glaubens erforderlich. Mächte und Gewalten samt aller Macht Satans, Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Zeit regieren, Forderungen des Fleisches – ja, alles wird diesem gesegneten Zeugnis Jesu Christi besiegt zu Füßen gelegt.

Satan und sein ganzes Heer können uns nur durchs Fleisch erreichen. Wenn wir daher das Fleisch mit allen seinen Lüsten am Kreuz halten, dann ist alle Bosheit besiegt. Denn was aus dem Mund herauskommt, das macht den Menschen unrein. Der Zorn wird ans Kreuz genagelt, ebenso auch alle andere böse Lust.

Solange es Fleisch in uns gibt, solange wirken die Gebote und die Gesetze. Denn im Fleisch wohnt nichts Gutes. Wenn wir daher nach dem Geist Kinder Gottes sind, so sind wir doch nach dem Fleisch Knechte Jesu Christi. Aber wir sind nicht mehr im Fleisch, sondern im Geist, sofern Gottes Geist in uns wohnt. Dass wir im Geist sind und im Geist leben, ist nicht gleichbedeutend damit, dass das Fleisch nicht mehr existiert. Nein, es ist da, und der Geist streitet gegen dieses Fleisch, welches das Land ist, das noch nicht eingenommen ist. Seliger Kampf des Glaubens, selige Gebote und Gesetze, wenn ich dahin komme, sie zu halten. Hier geht der neue und lebendige Weg durch den Vorhang, das Fleisch. Dies ist der Weg hin zu Jesus Christus in der Vollendung und zum Vater in Ewigkeit. Daher wollen der Sohn und auch der Vater kommen und Wohnung nehmen bei jedem, der seine Gebote hat und sie hält. Hier gehen Leben und Lehre Hand in Hand. Joh. 14, 23.