Friede!
Ich danke dir hiermit sehr herzlich für dein Angebot von 500,00 Kr., um das Drucken von „Vier Stufen“ und „Im Glauben irregegangen“ zu unterstützen, und dass du dieses Darlehen zinslos gewährst.
Ich habe jetzt mit der Druckerei Hellstrøm verhandelt. Es gibt viel zu berechnen, ehe man auch in solchen Dingen alles geklärt hat. 4000 von „Vier Stufen“ und 3000 „Im Glauben irregegangen“ würden über 1000,00 Kr. kosten. Diese Belastung wird zu groß, um sie über längere Zeit zu tragen. Wir einigten uns dann auf 3000 Stück von jedem Buch für 900,00 Kr. Hellstrøm will versuchen, einige Exemplare von jedem Buch bis zur Osterkonferenz fertigzustellen. Für die ganze Auflage braucht er 2 bis 3 Monate. Ich nehme an, dass ich ihm die Bücher, die er fertig liefert, bezahlen muss, aber die Schlussrechnung bezahle ich erst, wenn die gesamte Auflage geliefert ist. Es reicht also, wenn du das Geld bis zu dem Zeitpunkt schickst, den du im Brief erwähnst.
Aksel schreibt im Brief vom 28.2., den ich heute erhalten habe: „Gestern fand im großen Saal der Jugendorganisation eine Abschiedsfeier statt für die junge Frau aus der Pfingstgemeinde in den USA. Der Saal war richtig voll. Prediger Knudsen aus Bergen macht weiter.
Wir hatten ein zweistündiges Gespräch mit ihnen in Haraldseths Kaufladen (ein Mitglied der Pfingstgemeinde mit zwei Schwestern, die unsere Versammlungen besuchen. Sie waren offen und es war leicht, ein persönliches Gespräch mit ihnen zu führen. Sie hat selbst eingeräumt, dass sie kein Verständnis vom Weg hatte. Sie war von Kindheit an bekehrt und ist in einer Familie aufgewachsen, in der die Eltern Methodisten waren. Sie ist 22 Jahre alt, sieht aber so aus, als sei sie 27 oder 28 Jahre alt. Sie kannte Waldemar Hammer gut und bekommt von ihm die englischen „Skjulte Skatter“ zugeschickt. Der Prediger konnte mit Barratt nicht darin einig sein, dass der Sündenleib weggenommen ist, und sie konnte es auch nicht. Sie hatten gehört, dass wir eine gefährliche Lehre bzgl. Christi Person hätten. Ich erklärte es ihnen dann, und daraufhin fanden sie, dass es so verhalten muss. Sie sagte auch, dass sie zur Auffassung gelangt war, dass wir die eine Seite zu sehr betonten und dass es dann Knechtschaft würde. Ich erklärte, dass die einzige Art und Weise, zu diesem Leben zu gelangen, darin besteht, in allen Bereichen das eigene Leben zu finden und es dann zu verlieren, und dass uns die Wahrheit frei macht. Das hatte sie zuvor nie so gesehen, aber dann verstanden sie, warum wir immer in diese Richtung verkündigten und schrieben. Sie waren sehr froh über das Gespräch und bedankten sich herzlich. Ja, es ist bestimmt nützlich, mit den Menschen zu sprechen und Missverständnisse und Verleumdungen auszuräumen. Ich war auch froh, dass Haraldseth und seine Frau dabei waren und zuhörten.
Insgesamt haben sich nun 4 Personen bekehrt. Nach der letzten Versammlung blieben fünf Personen da und weinten sehr.“
So viel von Aksel. Sie sind in Hemsedal gewesen und werden wieder dorthin fahren. In Hemsedal versammeln sich 70 bis 80 Personen. Eine große Schar Jugendlicher aus der Inneren Mission kam in Hemsedal zu den Versammlungen, obwohl gleichzeitig bei der Inneren Mission Versammlung war.
In Kopenhagen hat sich uns ein Segelmacher Hansen angeschlossen, der der Bruder eines Organisten Hansen in Haderslev, Jütland, ist. Mit den beiden neuen Schneidern geht es gut.
Grüße deine Frau und deine Kinder. Sei herzlich gegrüßt von deinem Bruder
J. O. Smith