Friede.
Danke für deinen lieben Brief, den ich neulich erhalten habe. Dein Aufenthalt in Dänemark geht nun auch seinem Ende entgegen. Ja, das Ende aller Dinge naht sich. Es ist ja gesegnet, dass Br. Jørgen Andersen so eifrig ist. Br. Tychsen ist auch eifrig. Ich habe ein paar Briefe von ihm bekommen. Ebenso geht es ja mit Br. Brede und seiner Ehefrau besonders gut. Br. Schytt hat ein paar Skj. Sk. Jahresbände 1934 bestellt. Wir rechnen damit, dass der Buchbinder Eriksen sie diese Woche fertigbekommt, und dann können sie verschickt werden.
Hier in Norwegen gibt es nun Wirksamkeit an vielen Orten. Es sind jedoch noch viele Städte und Täler übrig: Trondheim, Kristiansund N., Stavanger, Egersund usw., doch wenige sind der Arbeiter.
In Brevik und Fredrikstad geht es gut. Du wirst in Norwegen viel zu tun bekommen, und außerdem kannst du sicher auch ab und zu eine Reise nach Dänemark machen, wenn du gesund bist und Kräfte hast.
Johanne ist jeden Tag mit Liv hier. Sie fängt jetzt an zu krabbeln. Kristian ist heute 30 Jahre alt geworden. Seiner Frau und seinen drei Söhnen geht es gut. Pauline arbeitet mit großem Fleiß vom frühen Morgen bis zum späten Abend. Aksel hat bis jetzt Arbeit gehabt. Helge ist bei Noes. Er hat bereits drei Schlafzimmermöbel und viele andere Dinge hergestellt. Aber jetzt will Noes in drei Monaten aufhören, und dann muss wohl auch Helge aufhören. Er hat den Wunsch, Schreiner zu werden, und das liegt ihm. Aksel hat vor mehreren Jahren die Gesellenprüfung gemacht, einen Lehrgang am Technologischen Institut in Oslo absolviert und einen Bürgerbrief erworben. Er hat Lust, sich selbstständig zu machen; aber er hat auch Lust, Gottes Wort zu verkündigen. Lydia geht es wie gewohnt. Sie hat oft Krämpfe.
Schw. Elisabeth Christiansen hat es geschafft, Br. Tychsen in Bylderup-Bov zu überzeugen. Es war wirklich erfreulich, die zwei Briefe von Tychsen zu lesen.
Es geht vorwärts mit den Geschwistern; sie haben heute ein besseres und umfassenderes Verständnis als vor Jahren. Du weißt, dass N. N. abgefallen ist und auf der Werft gestohlen hat, weshalb ihm gekündigt wurde. Dann hatte er ein Jahr lang keine Arbeit. Er und auch seine Frau kamen während meiner Abwesenheit zur Versammlung im Saal. Er hat die Lieder angesagt usw. Bei meiner Rückkehr traf ich N. N. auf der Straße. Er kam zu mir her und sagte, er habe sich bekehrt. Er wollte wieder in unsere Versammlungen kommen. Das erlaubte ich ihm unter der Bedingung, dass er für eine lange Zeitspanne an seinem Platz sitzen und kein Wort sagen solle, keine Lieder ansagen usw. Dies war schwer für ihn, er ging dann zum Blauen Kreuz, zu Bethel, zur Freikirche, usw., nie in unsere Versammlungen. Jetzt hat er den Verstand verloren und ist in der psychiatrischen Anstalt in Lier gelandet. Da kann man wieder sehen, wie gefährlich es ist, mit der Sünde zu spielen. Das stimmt mit 5. Mose Kap. 28 überein.
Wir bekommen dieses Jahr viele Konferenztage in Oslo – so Gott will – ganze 4 Tage.
Ich wünsche deiner Familie und den Geschwistern eine gesegnete Weihnachtszeit.
Liebe Grüße von deinem Bruder
J. O. Smith