Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Brief an Elias Aslaksen - 1926.04.20

Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

(Kein Original.)

Horten, 20. April 1926
Lieber Bruder im Herrn, E. Aslaksen,
Friede.

Herzlichen Dank für deine beiden Briefe aus Brevik und einen aus Sandefjord. Es freut mich, dass das Werk des Herrn durch deine Hand gelingt, und ich hoffe, dass dies andauern wird, solange du lebst. Wenn nun mein Rühmen wirklich ein Rühmen vom Herrn ist, dann möchte ich dir diesen Ruhm geben, dass du allezeit in deinem Verhältnis zu mir und der Gemeinde ein besonders rühmenswertes Beispiel gegeben hast. Dies ist mir in meinen Kämpfen oft ein großer Trost gewesen. Du bist mit gutem Beispiel vorangegangen; und ich will Gott bitten, dass er dir eine reiche Ernte an Seelen geben möge, die in ihrem Verhältnis zu dir dasselbe Beispiel an Treue und Liebe beweisen.

Was Gott uns in Christus Jesus gegeben hat, ist lebenstüchtig. Es muss über die Ruinen „des Erstickten“ vorangehen, bis das Blut bis an die Zäume der Pferde geht. Die „päpstliche Heiligkeit“ hat schon viel zu lange unter Gottes Volk geherrscht. Das heißt, „frommes Fleisch“ hat das Heiligtum beherrscht, sodass das Zeugnis Gottes – der Geist, das Wasser und das Blut – ausgeschlossen war. Nun aber soll Gottes Zeugnis durch die Kriege des Herrn ans Tageslicht gebracht werden. Diese Kriege sind es, die jetzt zum Sieg führen werden. Denn wenn Christus auszieht, so geschieht es um des Sieges willen und um zu siegen.

Ich glaube, dass jetzt in Kopenhagen ein fester Anknüpfungspunkt entstanden ist. Das Arbeitsfeld für die Wirkungen des Herrn ist groß, weshalb sich auch der priesterliche Dienst immer weiter ausdehnen wird. Es ist erfreulich, vom Fortschritt in Brevik zu hören. Ich bin zuversichtlich, dass da einige Seelen hinzukommen, die Diener des Geistes werden können. Es ist eine lange Schulzeit nötig, bis man zum Nutzen sein kann, bis man wie Timotheus zu einer wirklichen Hilfe werden und Liebe und Fürsorge für andere haben kann. Es vergehen Jahr und Tag, an denen man mehr als genug mit sich selbst zu tun hat (sie suchen alle das Ihre). Doch ich glaube und sehe, dass Gott auch in unseren Tagen vermag, sich Diener nach seinem Sinn heranzubilden.

Ich hoffe, dich an Pfingsten zu sehen. Die Konferenzen sind wie die Feste Israels.

Grüße die Geschwister und sei selbst herzlich gegrüßt von deinem Bruder und Mitarbeiter

J. O. Smith