Niemand kann zwei Herren dienen
Es gibt ein Wandeln nach dem Fleisch und ein Wandeln nach dem Geist. „Denn diejenigen, die gemäß der Wesenart des Fleisches sind, trachten nach dem, was dem Fleisch entspricht; diejenigen aber, die gemäß der Wesenart des Geistes sind, trachten nach dem, was dem Geist entspricht. Denn das Trachten des Fleisches ist Tod, das Trachten des Geistes aber Leben und Frieden.“ Man kann im Fleisch sein, Röm. 7, 5, und es ist möglich, im Geist zu sein. Röm. 8, 9. Jetzt kommt es auf uns selbst an. Sind wir im Fleisch oder sind wir im Geist? Leben wir nach den Lüsten des Fleisches oder leben wir im Heiligen Geist? Wir sind dem Fleisch nicht schuldig, dass wir nach dem Fleisch leben. Röm. 8, 12. Wenn wir im Geist leben und im Geist wandeln, dann wird dem Fleisch mit seinen Lüsten keine Beachtung mehr geschenkt, es ist gekreuzigt. Leben wir jedoch nach dem Fleisch und dessen Lüsten, dann treten wir unser Gewissen mit Füßen, und den, der vom Himmel redet, hört man nicht. Wohin ist nun das Ohr gerichtet? Zu Forderungen von der Lust im Fleisch oder zu ihm hin, der vom Himmel redet und zum Gewissen hin? Entweder – oder. Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Wer ist nun dein Herr? Christus oder Belial? Wen liebst du am meisten? Zu wem hältst du dich? Diese Fragen sind für die Ewigkeit entscheidend. Gib dir selbst eine aufrichtige Antwort! Wenn du bis heute nach dem Fleisch gelebt hast und den Willen des Fleisches und der Vernunft getan hast, dann bekehre dich und gebiete allen Forderungen von Seiten des Fleisches Einhalt. Öffne dein Herz und deine Ohren für die Berufung Gottes und die Stimme Gottes. Denn einem muss man auf jeden Fall dienen. Entweder muss man der Sünde und der Ungerechtigkeit dienen zum Tod oder aber muss man der Gerechtigkeit dienen zu Leben und Frieden. Ein Zwischending existiert nicht. Entweder muss der Tod herrschen oder aber die Gnade und die Gerechtigkeit. Röm. 5, 17. Entweder muss der Fall des Einen mir zur Verdammnis werden oder aber die Gerechtigkeit des Einen zur Rechtfertigung, die zum Leben führt. Röm. 5, 18. Entweder muss der Glaube wirken oder aber der Unglaube.
„Gott aber sei gedankt, dass wir nun von der Sünde frei und Gottes Knechte geworden sind. Die Frucht davon ist Heiligung und das Ende ist das ewige Leben.“ Röm. 6, 22.
Wir müssen selbst entscheiden, wem wir dienen wollen. Das liegt im Willen. Wir können, was wir wollen. Keiner soll sagen, dass er nicht dem Herrn dienen kann, wenn er wirklich will. Augenblicklich kommt Gott einem guten Willen entgegen und hilft einer solchen Person auf alle mögliche Weise zurecht. Würde er das nicht tun, könnte niemand von uns dahin gelangen, ihm zu dienen. Doch nun steht geschrieben: „Wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.“ Offb. 22, 17.
