(Übersetzung revidiert für diese Buchausgabe)
K/B Viking, Haugesund, 16. 3. 1918
Mel. Der er et legem, der er en aand
1. Von Todesbanden bin ich befreit,
:/: Bin ich befreit:/:
Den Herrn ich preise voll Dankbarkeit.
Er nun für mich offenbart wird.
Jetzt bricht hervor heller Sonnenschein;
Und gute Speisen mit klarem Wein
Den Leib nun stärken – die Seel stimmt ein
Und jubelt laut Gott zur Ehre.
2. Von Faulheit und von Bequemlichkeit,
:/: Bequemlichkeit :/:
Bin ich befreit und steh mit bereit,
Das Fischernetz einzuziehen.
Zu ihm gesammelt wir werden doch.
Der Hirte nehme jetzt Stab und Stock,
Die Allerärmsten zu dir nun lock,
Denn Christi Liebe wirkt mächtig.
3. Die bösen Hirten nun jage weg,
:/: Nun jage weg. :/:
Sei für die Wölfe des „Waldes Schreck“,
Dazu geb Gott dir die Gnade.
Hab reichlich Nahrung für Schaf und Lamm,
Sodass die Herde gedeihen kann
Und aller Unglaub und Zweifel dann
Verschwinden werden wie Nebel.
4. In der Gemeinde, da ist dein Heim,
:/: Da ist dein Heim. :/:
Mit jeder Seel, die Gott führt herein,
Wir bauen Geistesgemeinschaft.
Die Wahrheit, die dich zur Freiheit führt,
Auf schmalem Weg dir verheißen wird.
Die Seel gedeiht, so wie sich’s gebührt,
Wo Gottes Wort kräftig wirket.
5. Verschmäht wir werden geopfert hier,
:/: Geopfert hier. :/:
Am Hoffnungsanker festhalten wir,
Wo Tränen werden getrocknet.
Was macht es aus, wenn wir kurze Zeit
Hier wachen, kämpfen und stehn im Streit?
Wir finden Ruhe in Ewigkeit
Auf Zions mächtigen Burgen.
6. Und ist dann hier unser Streit zu End,
:/: Der Streit zu End, :/:
Gehn wir zu ihm – unsre Lampe brennt –
Und geben ihm alle Ehre.
Der in uns wirkt, dort im Himmel wohnt
Und über Cherubim hoch er thront,
Wir wissen, dass er die Braut belohnt.
Nur Ihm gehört alle Ehre.
1920 als Lied Nr. 109 in Herrens Veier veröffentlicht
