Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923

Johan O. Smith

Vorworte und Einbandrückentext

Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923

Vorworte und Einbandrückentext

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Nachruf Johan O. Smith (1871–1943)

Johan O. Smith begann 1912 zusammen mit seinem Bruder Aksel das Monatsblatt „Skjulte Skatter“ („Verborgene Schätze“) herauszugeben. Die Sammlung seiner darin erschienenen Artikel liegt hier in zwei Bänden vor. Durch seine Verkündigung und seine Schriften wurde Johan O. Smith zu einem großen Vorbild und zu einem Wegleiter in ein tieferes Leben mit Christus.

Es war sein Herzensanliegen, die einzelne Seele in Verbindung mit dem Haupt, mit Christus, zu führen, sodass der Meister selbst mit den Betreffenden ins Gespräch kommen kann. Das ist wohl die Hauptursache dafür, dass so viele Leser aus so vielen Ländern und Kontinenten durch seine Schriften geistliche Kraft und Inspiration bekommen haben. Daher sind seine Artikel in „Skjulte Skatter“ auch in unserer Zeit weiterhin höchst aktuell für Menschen, die sich nach einem persönlichen Leben im Sieg über alle bewusste Sünde sehnen.

Johan O. Smith

In der Nacht zum 1. Mai entschlief unser lieber und hochgeschätzter Bruder im Herrn, der so viele Jahre hindurch unser aufmerksamer, vortrefflicher und treuer Wegleiter und Hirte war.

Hiermit hat der größte Mann Gottes, den wir in unserer Zeit kennen, seinen Lebensweg beendet.

Er starb im Kreise seiner Familie. Das Letzte, was man von ihm hörte, war, dass er kurz zuvor zu Gott betete und ihm Lobpreis darbrachte. „Ja, Lob und Dank“, das waren die letzten Worte, die man hörte. Sie passten auch sehr gut als Abschluss für ein solches Leben und einen solchen Lauf.

Seine Treue gegenüber Gott und dem Licht, das Gott ihm gab, übersteigt in hohem Maße das Gewöhnliche, ja so sehr, dass man ihn als einen Reformator bezeichnen muss.

Als Gott ihm seinen Weg offenbarte, den neuen und lebendigen Weg, der durch das Fleisch Jesu hinein in das Heiligtum führt (Hebr. 10, 19-20), war er diesem Licht treu und teilte es mündlich und schriftlich anderen Gläubigen mit, darunter auch den Verantwortlichen, von denen er dachte, sie hätten die besten Voraussetzungen, dieses Licht anzunehmen. Sie wurden jedoch seine Gegner. Es ist sehr bezeichnend, was einer von ihnen sagte:

„Es ist wohl wahr, aber auf diese Weise werden es nicht viele.“

Wenn also die Wahrheit so wirkte, dass man damit nicht viele Anhänger und Mitglieder sammeln konnte, hielt man es für besser, sie zu verschweigen, ihr zu widerstehen, ja vor ihr zu warnen und sie zu verdammen, anstatt sie anzunehmen und zu verkündigen! Welch eine ungeheure Treulosigkeit!

Umso mehr müssen wir Gott für Bruder Smiths Treue hoch loben und preisen! Obwohl ihm überall, wohin er sich wandte, Widerstand begegnete, hielt er doch treulich an dem Licht fest, das Gott ihm deutlich und klar gegeben hatte. Er zog es vor – falls es so sein sollte – für den Rest seines Lebens alleinzustehen, außerhalb des Lagers, in Treue zu seinem Herrn und Meister, anstatt untreu zu werden, um dadurch die Anerkennung der Menge zu erlangen.

Worin bestand nun eigentlich diese Wahrheit, die so wirkte, dass man die Menge nicht gewinnen konnte, sondern im Gegenteil, fast alle religiösen Menschen und Führer als Gegner hatte?

Darin, dass wir uns selbst verleugnen und unser Kreuz aufnehmen und Jesu Christi Fußtapfen nachfolgen sollen; dass wir wirklich Gottes Willen mit unserem Leib tun sollen, dass dies sowohl nötig als auch möglich ist, dass wir dazu berufen sind und Gott uns dazu Gnade und Hilfe geben will; dass es darum geht, dass wir uns selbst und alle Sünde in dieser Welt überwinden, dass wir die Wahrheit reden, Gerechtigkeit tun, uns selbst erniedrigen und alle Gebote Gottes halten, alle Lebensgesetze des Geistes in Jesus Christus, wie die Schrift überall deutlich lehrt und ermahnt!

Und dem widerstand man also und widersteht man auch weiterhin?! Ja, diesem leistet, im Ganzen gesehen, die gesamte religiöse Welt heftigen Widerstand. Dies muss zu ihrer aller Schande gesagt werden, vor allem zur Schande für ihre Wegleiter, die ja die Hauptverantwortung für diese schicksalsschwere Torheit tragen!

Desto ehrenvoller strahlt und funkelt die unerschütterliche Treue von Bruder Smith, die so reichlich belohnt worden ist, zum einen, was die Herrlichkeit seines eigenen inwendigen Lebens betrifft, und zum anderen hinsichtlich der Früchte nach außen hin, der Wirkungen im Herzen und Leben anderer! Ehre sei Gott!

Bruder Smith hat in Wahrheit alles andere als vergeblich gelebt, ist alles andere als irregegangen, war alles andere als mit Streitfragen beschäftigt!

Seine Person

Anstatt zu diskutieren und Theorien zu verfechten und im praktischen Leben doch wie andere Menschen zu sein und schließlich so zu enden wie viele christliche Leiter – leer und trocken im Alter, sodass man fast wünscht, sie nicht anhören zu müssen –, war es stattdessen der wahre Weg des Lebens, der Weg der Heiligung, der Weg der Verwandlung, den Bruder Smith fand und ging. Auf diese Weise war und blieb er ein Mann des Geistes, brennend, eifrig und stark, immer mit frischem Öl gesalbt, mit neuem Licht und neuen Offenbarungen in der Erkenntnis Gottes, was das Leben und den Dienst in der Gemeinde anging, bis zu seinem Ende!! Es ist sicher nicht leicht, einen vergleichbaren Mann auf dieser Welt zu finden!

Er bekam auf diesem Weg des Lebens in Wahrheit teil an göttlicher Natur, übereinstimmend mit der Lehre der Schrift. Ein außergewöhnlich gerechter, genauer und wahrhaftiger Mann, stark und unerschrocken, wenn es darum ging, den Hohen und auch den Niedrigen das zu verkündigen, was wahr und recht war. Gleichzeitig war er auch ein ausgeprägt sanftmütiger, langmütiger und nachsichtiger Mann, demütig und gering in seinen eigenen Augen, ein krasser Gegensatz zu den religiösen Führern und Größen im Allgemeinen!

Ach, wie viel hätten sie doch durch diesen teuren Bruder und Wegleiter lernen und empfangen können! Doch stattdessen widerstanden sie ihm! Und nun ist es zu spät!

Mit wachem Auge und Herzen und mit einem Geist ohne Falsch versah er, seiner Berufung und seinen Gnadengaben gemäß, bis zuletzt seinen Dienst für alle Gemeinden ringsumher im Inund Ausland. Unser letztes Zusammensein mit ihm hatten wir auf der Konferenz in Hokksund kurz vor Ostern. Es war Geist und Leben, Segen und Herrlichkeit wie immer. Und diese Gemeinschaft und diese Herrlichkeit habe ich selbst durch Gottes unsagbare Gnade 35 Jahre lang ohne Unterbrechung mit ihm teilen dürfen. Was dies zu bedeuten hat, können einige wohl erahnen.

Er war der inhaltsreichste, treueste, lieblichste und am meisten gesegnete Mann, den ich jemals gesehen und gehört habe. Sein Andenken ist ein ewig währender Segen. Hochgelobt sei der Herr! Bald werden wir wieder mit ihm zusammen sein, angetan mit unvergänglichen Leibern, wenn auch wir treu bis ans Ende sind.

Die Frucht seiner Wirksamkeit

Widerspruch, Widerstand und Ächtung begegneten ihm immer und überall, doch daraus entwickelte sich praktisch das, was in Jes. 60, 22 geschrieben steht:

„Aus dem Kleinsten sollen tausend werden und aus dem Geringsten ein mächtiges Volk. Ich, der Herr, will es zu seiner Zeit eilends ausrichten.“

Am Anfang ging es bestimmt nicht schnell, nein, erst „zu seiner Zeit“. Dann folgte eine Erweckung auf die andere und ein Durchbruch auf den anderen, und eine Stadt nach der anderen und ein Dorf nach dem anderen öffnete sich für diese herrlichen, freimachenden Wahrheiten. Viele Seelen wurden aus der Welt gerettet und viele Seelen aus den verschiedenen Lagern bekamen die Augen geöffnet für ein tieferes Leben in Gott. Unsagbar viel Heil ist gekommen.

Am Anfang war es nicht leicht, jemanden zu gewinnen. Es ist schwierig, etwas von einem Mann anzunehmen, dem widersprochen wird und der verworfen ist von all denen, deren Meinung für maßgeblich gehalten wird, selbst wenn das, was er sagt, wahr und edel und gut ist! Doch Gott führte die rechten Männer in Bruder Smiths Weg, einen nach dem anderen, und immer mehr Menschen, die die Wahrheit liebten, nahmen sie an, folgten ihr nach und verkündigten sie.

Trotzdem verging eine Reihe von Jahren, bis das Werk so weit gediehen war, dass sich eine kleine Schar in einem kleinen Wohnzimmer in Horten versammelte. Doch, wie geschrieben steht, soll der geringe Anfang nicht verachtet werden. War die Schar auch klein, und war es auch schwierig dazuzugehören, so war sie doch dafür naturgemäß umso lebensfähiger und reicher an Lebenskraft; sie konnte darum nicht anders als wachsen und sich entwickeln. Es war ja das Leben in Gott selbst, das wir gefunden hatten, und nicht nur einige Lehrsätze.

Auf diese Weise ist der Eine durch seine unerschütterliche Treue zu tausend geworden – hier und dort in Norwegen und Dänemark und anderen Orten.

Dennoch ist es nicht die Anzahl, die so schwer in der Waagschale wiegt – denn wenn es so wäre, dann wären sicher andere Bewegungen bedeutender –, sondern es ist die Weite, Breite und Tiefe dieses Lebens in Gott, wozu der Einzelne geführt wurde, und die daraus folgende innige göttliche Gemeinschaft, die man mit Gott und untereinander bekommt. Was so schwer wiegt, ist der Sieg über die Sünde und die Heiligung, die durch Gottes reiche Gnade erlangt wurde, und dies alles kann auf das Leben und Wirken dieses gesegneten und treuen Dieners des Herrn zurückgeführt werden.

Welch unsagbar herrliche Frucht aus dem Leben eines einzelnen Mannes! Welch herrlicher Kranz, welch herrliche Krone wird ihn erwarten! Es ist so gegangen, wie es in Jes. 49 beschrieben ist.

Er durfte auch die köstlichen Früchte genießen, alle seine Kinder auf dem gleichen Weg gehen zu sehen; und einer seiner Söhne ist sogar ein wertvoller, von Gott betrauter Mitarbeiter auf Gottes Weg.

Unbestreitbar stehen diese Worte Jesu fest: So bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen (Mt. 7).

Wir stehen in ewiger Dankesschuld gegenüber unserem hochgeliebten Bruder J. O. Smith. Ehre sei seinem unauslöschlichen Andenken!

Euer Elias Aslaksen

Vorwort Kåre J. Smith

Für uns alle ist es schwierig, einen solchen Mann Gottes wie Johan Oscar Smith hoch genug wertzuschätzen. Die Bedeutung seiner Treue gegenüber Gott - und die Offenbarungen, die er gerade aufgrund seiner großen Treue bekam, lassen sich nur schwer beschreiben. Es ist auch nicht meine Aufgabe, so ein Leben zu messen.

Wenn wir seine Skjulte Skatter lesen, wird deutlich, dass Jesu Worte in Joh. 14, 21-23 in seinem Leben in Erfüllung gingen: „Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist’s, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. Spricht zu ihm Judas, nicht der Iskariot: Herr, was bedeutet es, dass du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.“

Die Fülle des Geistes der Offenbarung und der Weisheit Gottes, die u.a. in diesen Artikeln deutlich wird, wird eine unschätzbare Hilfe zu geistlichem Wachstum und geistlicher Entwicklung sein. Nicht zuletzt werden die Artikel, die so klar von Gottes Wort ausgehend Christus offenbaren, der im Fleisch offenbart wurde, ein wahrer Trost für uns sein, die wir heute vor den Gnadenthron treten können, um rechtzeitig Gnade und Hilfe zu bekommen. Durch Treue gegenüber seinem Herrn und Meister war er in der Lage, die Höhe, die Breite, die Länge und die Tiefe im Leben Christi aufzuzeigen, woran jeder persönlich Teil bekommen kann - ein siegreiches Leben in Heiligung und Gottesfurcht.

Johan O. Smiths literarisches Werk ist auch eine große Hilfe, um Verständnis vom Leib Christi zu bekommen. Dies ist auch ein Geheimnis der Gottesfurcht, das jedem persönlich offenbart werden muss, wenn er Gnade bekommen möchte, daran mitzuwirken, die Gemeinde zu bauen, sodass diese den Inhalt und die Fülle erhalten kann, die Gott seiner Gemeinde als Ziel gesteckt hat. Diese Hilfe wird von entscheidender Bedeutung sein, um Bruderschaft und eine innige Gemeinschaft und ein inniges Gemeindeleben in den verschiedenen Ortsgemeinden aufzubauen.

Das ständig zunehmende Licht, das er von Gott bekam, gab er mit Fleiß und Tatkraft schriftlich und mündlich weiter. Das Wort vom Gehorsam des Glaubens (Röm. 1, 5), dass wir uns selbst verleugnen, täglich unser Kreuz aufnehmen, Gottes Willen ausführen und ihm auf dem neuen und lebendigen Weg folgen sollen, traf bei verschiedenen religiösen Leitern auf großen Widerstand. Trotz all dieses Widersprechens hielt er treu an dem Licht fest, das Gott ihm gegeben hatte. Sein unerschütterlicher Glaube an die Verheißungen der Schrift über ein aufrechtes und siegreiches Leben wurde für viele Menschen eine wahre Hilfe und Befreiung.

Er ist einer der wenigen, die durch ihr Leben und ihre Verkündigung viele Menschen zur Gerechtigkeit gewiesen haben, und wird daher auch nach dem Wort der Schrift leuchten wie ein Stern immer und ewiglich bei Gott. Dan. 12, 3.

An seinem 70. Geburtstag sagte Smith, dass das Wichtigste an seinem Dienst war, die verschiedenen Glieder zum Haupt, Christus, zu führen. Nichts von dem, was er schreibt, hat die geringste Spur davon, dass er Menschen gefallen oder Ehre von ihnen haben wollte. Jesu Worte in Joh. 12, 26 waren ihm genug: „Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren.“ Diese Ehre war ihm für ewig genug. Er war ein Weizenkorn, das in die Erde fiel, um vielen Speise und Leben zu geben.

Gelobt sei Gott in alle Ewigkeit für solche treuen Väter in Christus. Durch Treue bis ans Ende werden wir bald mit ihm und allen Heiligen auf Gottes Zion versammelt werden!

Euer Bruder,
Kåre J. Smith

Anmerkung: Die hier folgenden beiden Vorworte sind von Johan Oscar Smiths Sohn Aksel Johan und von seinem engen und vertrauten Mitarbeiter Elias Aslaksen geschrieben. Diese Vorworte wurden geschrieben, als Johan Oscar Smiths Briefe 1949, nur sechs Jahre nach seinem Tod, in redigierter Fassung zum ersten Mal herausgegeben wurden.

Vorwort von Aksel J. Smith

Mein Vater, Johan Oscar Smith, wurde am 11. Oktober 1871 als Sohn gläubiger Eltern in Fredrikstad geboren. Im Alter von 15 Jahren ging er zur See und trat 1889 in die norwegische Marine ein, in der er etwa 40 Jahre lang diente.

Im Jahr 1898 bekehrte er sich zu Gott und im Jahr 1900 wurde er mit dem Heiligen Geist getauft. Von diesem Augenblick an wurde ihm die Schrift lebendig und weil er ein Herz und ein Ohr für die Stimme der Wahrheit hatte, bekam er früh Anteil an der Weisheit Gottes.

Diese Briefe sind vertraulich an seine Freunde geschrieben worden und sollten vor diesem Hintergrund gelesen werden. Seine fürsorgliche Arbeit mit dem Einzelnen wird nun durch die Herausgabe dieser Briefe zum Segen für viele.

Die meisten Briefe sind an seinen neun Jahre jüngeren Bruder, den Zahnarzt Aksel Smith, geschrieben, der sich im Jahr 1905 zu Gott bekehrte und im Jahr 1919 zuhause in Drøbak starb. Noch heute sprießt und gedeiht es dort aufgrund seiner segensreichen Arbeit.

Weil Vater sein ganzes Leben hindurch Christus zu ehren suchte und sich selbst so unsichtbar wie möglich machen wollte, hinterließ er keine Autobiographie mit Reiseberichten und Fotografien oder Berichten über alles, was er tat. Diese Briefe jedoch, im Eifer für die Sache Christi an einzelne Personen geschrieben, sind heute und in der Zukunft ein wertvolles Kleinod für Gleichgesinnte. Sie enthalten wirklich Speise und Wegleitung für solche, die Gott von ihrem ganzen Herzen suchen. Wir sind darum sehr dankbar, dass diese Briefe durch Gottes Führung aufbewahrt worden sind.

Am 1. Mai 1943 starb Vater zuhause im Alter von 71 ½ Jahren. „Ja, Lob und Dank!“ Das waren die letzten Worte, die man, während er Gott pries, aus seinem Munde hörte.

Er bekam die große Gnade, dass er erleben durfte, dass sich alle seine Kinder bekehrten, bevor er starb.

Um den größtmöglichen Gewinn aus diesem wertvollen und inhaltsreichen Buch zu ziehen, ist es ratsam, es nicht einfach zu überfliegen, sondern über jeden Brief nachzusinnen.

Aksel J. Smith

Vorwort von Elias Aslaksen

Nach 35-jähriger enger Gemeinschaft und Zusammenarbeit mit Johan Oscar Smith ist es mir Freude und Pflicht zugleich, mich kurz, klar und wahr über ihn auszusprechen, sodass jeder, der seine Briefe liest, sich den richtigen Begriff davon machen kann, wer derjenige war und ist, der sie geschrieben hat.

Sein einziges lebendiges Interesse galt Christus und der Gemeinde. Er wollte mit aller Fülle Gottes, die in Christus ist, erfüllt werden und einen größtmöglichen Beitrag dazu leisten, dass all die Sünde und Unvollkommenheit entfernt wird, die dem einzelnen Glied am Leib Christi anhängt. Er wollte das Richtige treffen, das Vollkommenste auf allen Gebieten des Lebens und des Dienstes. Er wollte alles niederbrechen, was von Satan und Menschen war, um der ganzen Fülle Gottes Raum zu schaffen.

Dafür opferte er alles, dafür wachte und betete er und war auf diese Weise immer bereit, als ein guter Streiter Jesu Christi zu dienen – wahrhaftig, gerecht, uneigennützig, ohne Ansehen der Person, treu, mit großer Verachtung von Gewinn und Ehre von Menschen, selbst wenn er dadurch mit sozusagen allem und allen in Konflikt kam.

Wohin er kam und worum es auch immer ging, fand er unter den Gläubigen Ungehorsam, Untreue, Unglauben und Menschenwerk. Sein unbestechliches Herz erlaubte ihm nicht, irgendetwas von alledem gutzuheißen.

So fiel er unweigerlich aus dem allgemein etablierten Rahmen. Aber gerade seine außergewöhnliche Treue und Hingabe gegenüber dem Bräutigam seiner Seele erfüllte ihn mit Seligkeit und der Kraft des Geistes. So erwählte er für immer diese innige Gemeinschaft mit Christus und zog diese aller Gunst und Ehre der Welt vor, auch wenn er in dieser Welt einsam würde – wonach es zu Anfang ja auch aussah. Aber er wurde alles andere als einsam! Ehre sei Gott!

Nirgends sonst sah ich einen solchen Mann! Nirgends bin ich jemandem begegnet, der mir von einem anderen solchen Mann berichten konnte, weder in diesem Land noch in irgendeinem anderen Land! Doch hat er durch Gottes große Gnade verbunden mit seiner außergewöhnlich großen Treue erreicht, dass er wahre Nachfolger bekommen hat.

Diese Sammlung seiner Briefe wird sicher zu einem der inhaltsreichsten und außergewöhnlichsten Bücher aller Zeiten werden. Jeder Mensch unter der Sonne wird es mit mehr oder weniger großem Gewinn lesen können, je nachdem wie der Einzelne persönlich eingestellt ist und Gnade bekommt, es zu ergreifen.

Nicht einmal als eine seltene Ausnahme habe ich etwas Böses bei ihm bemerkt, weder im Leben noch im Dienst. Ehre sei seinem teuren Gedenken!

Alle die, die nicht dieses Glück hatten, ihn persönlich kennenzulernen, haben hier die Gelegenheit, einen Ausgleich für diesen Nachteil zu finden.

Wenn doch jeder Mensch auf Erden einen solchen Wegleiter hätte! Gott segne jeden, der die Gnade bekommt, diese Briefe zu lesen, einen reichen Nutzen aus ihnen zu ziehen.

Elias Aslaksen

Einführung von Kåre J. Smith auf Einbandrückseite

Kåre J. Smith schrieb auf der Einbandrückseite zur Neuauflage von Johan O. Smiths Briefen im Jahr 2008:

Wer die Bibel mit dem Verlangen liest, ein Leben als Jünger Jesu zu leben, wird sich wundern, wie aktuell und zeitlos die Bibel ist, obwohl sie vor ca. 2000 Jahren geschrieben wurde. Der erste Brief in diesem Buch, das du jetzt in den Händen hältst, wurde 1898 geschrieben – vor über 100 Jahren. Obwohl das Buch persönliche Briefe enthält, die nie für eine Veröffentlichung gedacht waren, wird man sich über das Licht, die Wahrheit und die Weisheit wundern, die in diesen Briefen offenbar werden. Die seither vergangene Zeit hat dieses Buch auch nicht weniger aktuell werden oder veralten lassen. Das Buch hat daher nicht allein historischen Wert, sondern wird in erster Linie eine mächtige Inspirationsquelle zu einem Leben in Treue gegenüber unserem Herrn und Meister sein. Durch dieses Buch haben wir eine einzigartige Möglichkeit, eines Wegleiters zu gedenken, der Gottes Wort verkündigt hat! Wir können das Ende seines Wandels ansehen und seinem Glauben nachfolgen, wie wir in Hebr. 13, 7 ermahnt werden.

Johan O. Smith (1871–1943) war ein aufrichtiger und wahrheitsliebender Mann, der die meiste Zeit seines Lebens in Horten, im Südosten Norwegens, wohnte. Er diente ca. 40 Jahre in der norwegischen Marine. Seine Fürsorge und Liebe brachte ihn mit gleichgesinnten Menschen in Kontakt, die mit der Zeit anfingen, zu Versammlungen und Konferenzen zusammenzukommen. So entstand die Bewegung, die im norwegischen Volksmund oft „Smiths Freunde“ genannt wird und heute in mehr als 65 Ländern auf allen Kontinenten vertreten ist. Dieses Buch ist vollumfänglich auf Englisch, Deutsch, Holländisch, Französisch und Finnisch übersetzt; darüber hinaus sind viele der Briefe in weitere Sprachen übersetzt.

Elias Aslaksen, der ca. 35 Jahre lang Johan O. Smiths enger und vertrauter Mitarbeiter war, schrieb im Vorwort dieses Buches: „Diese Sammlung seiner Briefe wird sicher zu einem der inhaltsreichsten und außergewöhnlichsten Bücher aller Zeiten werden. Jeder Mensch unter der Sonne wird es mit mehr oder weniger großem Gewinn lesen können, je nachdem wie der Einzelne persönlich eingestellt ist und Gnade bekommt, es zu ergreifen.“

Mögest du, der du dies liest, zu denen gehören, die eine reiche Ausbeute aus dem Buch bekommen und noch mehr für das erweckt werden, was Gott mit deinem Leben will!

Kåre J. Smith