Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923

Brief an Edvin Bekkevold, 1920-10-12

Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923
P/S Norge, Horten, 12. 10. 1920
Lieber Bruder Bekkevold,
Friede.

Am 5. November, dem Buß- und Bettag, haben wir – so Gott will – hier eine Konferenz. Wir haben an drei aufeinanderfolgenden Tagen, am 5., 6. und 7. November, den Saal der Molkerei gemietet für den Fall, dass welche Lust haben, herzukommen und zu übernachten. Verpflegung muss mitgebracht werden. Für Kaffee sorgen wir. Wer übernachten möchte, muss das baldmöglichst mitteilen, damit wir das organisieren können. Seid herzlich willkommen. Ich habe bereits nach Drøbak und Hønefoss geschrieben. Nun habe ich zwei Probeexemplare von „Grüße aus dem Heiligtum“ erhalten. Das sind gute Monatsblätter. Es gibt nämlich einige deutsche Geschwister, die in das tiefergehende Leben hineingekommen sind. Wer Deutsch lesen kann, sollte es vielleicht abonnieren. Hier ist die Adresse: Mühlheim – Ruhr, Uhlandstraße 6. In Deutschland kostet es 8 Mark im Jahr. Es erscheint monatlich, das Porto beträgt 20 Pf. pro Nr., ihr könnt dann also selbst ausrechnen, was das Abonnent im Jahr kostet – für das Ausland. Für die Novembernummer von Skj. Sk habe ich einen sehr guten Artikel übersetzt. Doch ist das Ganze neu und man muss alles prüfen und das Gute behalten. Die freien Gemeinschaften in Skandinavien wollen nichts davon wissen, sagt man, und das ist ein gutes Zeichen. Ich habe Br. Aslaksen diese beiden Probenummern geschickt und ihn gebeten, sie nach Kristiania weiterzuschicken. Es freut mich für alle, die auf den Weg des Kreuzes kommen. Danke für das Zusammensein in Drammen. Der Mann, der uns widerstanden hat, war ein Prediger namens Jonassen, mit dem ich in Brevik gesprochen habe. Br. Alexander Olsen macht gute Fortschritte. Er hat im „Bethel“ bereits eine Meinungsverschiedenheit gehabt und hat damit abgeschlossen, er muss nur noch seine Missionssachen abgeben. Er war nämlich Kassier.

Im Übrigen glaube ich, dass Gott uns in den kommenden Tagen segnen wird. Lasst uns uns befleißigen, ihm gegenüber treu zu sein. Ich weiß, dass ihr es in Kristiania gut habt. Mögen Gottes Gnade und Segen reichlich über euch allen ruhen. Ich freue mich immer noch über die Zeit im Sommer, die ich mit euch zusammen sein durfte.

Grüße Schw. Hansen, Thorleifs Frau. Grüße Br. Olstad und alle die übrigen Geschwister. Mache Helga S. und Elisabeth E. auf das deutsche Monatsblatt aufmerksam. Wenn sie es abonnieren, dann können sie das Beste, was sie finden, für Skj. Sk. übersetzen. Sage ihnen das und bitte sie, mit allen Kräften Einsatz zu machen. Faulheit ist von einem Vater, dem Teufel.

Liebe Grüße

Dein Diener und Mitarbeiter

J. O. Smith