Gesammelte Schriften Band 2 • 1912 - 1917

Brief an Elias Aslaksen, 12.02.1914

Gesammelte Schriften Band 2 • 1912 - 1917
Horten, 12. 2. 1914
Lieber Bruder Elias Aslaksen,
geliebt in Christus Jesus.

Danke für deinen sehr lieben Brief. Es ist immer eine große Freude, deine Briefe zu lesen und deine aus Fürsorge wirksame Liebe zu den Lämmern zu spüren, die zu tragen und zu leiten Gott dir Gnade gegeben hat. Möge Gott dich immer in diesem schönen Verhältnis bewahren und dir Kraft geben zu tragen und zu dulden, sodass du, was Verantwortung und Kraft betrifft, zu einem Pfeiler im Tempel Gottes werden mögest. Was können wir uns hier in der Welt Größeres wünschen, als zu erreichen, Gottes Mitarbeiter zu werden? Gott ist treu in seiner Arbeit. Mögen dann auch wir in unserem Verhältnis als Mitarbeiter treu bleiben.

Ich verstehe in Wahrheit mehr und mehr, dass nur das etwas taugt, was mit Weisheit gepaart ist. Dies sieht man zur Genüge an Br. Andresens Briefen. Br. Ellefsen und Aksel, die gestern hier waren, haben diese jetzt auch gelesen. Sie finden alle, dass die Briefe in sich widersprüchlich sind. Möge Gott uns im Gebet wachend und in der Zucht einsichtig bewahren, sodass Gottes Erkenntnis und Einsicht Raum bekommen können. Denn was hilft es, Tag und Nacht zu beten, wenn wir nur beten, um es in unseren Lüsten zu vergeuden. Gott will, dass wir bitten und empfangen und das behalten, was wir bekommen haben. Diese Dinge - die wir behalten – haben wir bekommen, um damit Dienst für Gott zu tun. Bittet man aber, um davonzulaufen und Ehre und Ansehen zu gewinnen, dann vergeudet man es in fleischlichen Lüsten. Bittet man und behält, dann sind selbst Gottes Gaben ein Kreuz, ein Kreuz, das nur seinen vertrauten Treuen zu tragen vergönnt ist.

Es zeigt sich mehr und mehr, dass das Leben in Gott verborgen ist, und es kann kaum besser offenbart werden als durch die Erkenntnis Gottes im Geist. Durch diese Erkenntnis verstehen wir, was das Wachstum des Leibes betrifft, dass der Weg des Lebens nach oben vom Weg des Todes nach unten abhängt. Gott wird, die draußen sind, richten. Ihr Gericht besteht darin, dass sie als Feinde zum Schemel Seiner Füße gesammelt werden, bis die Fülle der Feindschaft, das Meisterwerk des Teufels, der Antichrist, leibhaftig zum Schemel der Füße Christi gemacht wird. Diesem wird Christus durch seine Erscheinung, wenn er kommt, ein Ende machen. Gott wurde in Christus personifiziert; Satan wird im Antichristen personifiziert. Alle Geistesrichtungen und aller Kampf gehen in Richtung der Personifizierung des einen oder des anderen.

Möge Gott uns bewahren, sodass wir demütig, hörend und wachsam und für Zucht empfänglich sind, indem wir begehren, erfüllt zu werden von ihm, in dem die ganze Fülle Gottes wohnt.

Du fragst, ob wir die Abonnements in Briefmarken bezahlt haben wollen. Am liebsten wollen wir Geld haben, denn das will auch der Buchdrucker haben, sonst 5-Øre-Briefmarken, denn von denen brauchen wir jeden Monat 40 Stück.

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Viele Grüße in der Liebe Christi an dich und euch alle.

Dein Bruder

Johan

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