Gnade und Friede von Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Danke für die beiden Briefe. Über den letzten muss ich noch etwas nachdenken. Br. Andresen aus Kristiania ist jetzt hier und betet Tag und Nacht. Wir hatten gestern eine gesegnete Versammlung hier bei uns. Heute fuhr er nach Tønsberg, kommt aber Samstag und Sonntag wieder hierher. Br. Aslaksen war vorgestern im „Bethel“ und bekam dort Gelegenheit, Br. Andresen zu hören, der in letzter Zeit bemerkenswert große Fortschritte gemacht hat. Es wäre bestimmt wertvoll, wenn du hierherkommen könntest, während Br. Andresen hier ist, denn er ist zweifellos ein größerer Arbeiter im Reich Gottes als die meisten in unseren Tagen. Es ist mit ihm wie mit allem Herrlichen: es liegt eine Decke darüber; aber in Christus wird die Decke weggezogen. Er hat hier für sich alleine laut für den Zahnarzt Smith in Mjøndalen gebetet und dafür, dass du spüren solltest, dass er für dich betete.
Das Gebot des Herrn ist lauter, es erleuchtet die Augen, Ps. 19, 9. Denn alle seine Rechte hab ich vor Augen, Ps. 18, 23, und seine Gebote werfe ich nicht von mir. Mitten in der Freiheit sind Gebote. Mitten im Evangelium steht das Kreuz. Es ist ein Sehnen in der Ruhe und selbst in dem erlangten Segen liegt ein Streben: unaufhaltsam vorwärts, vorwärts, vorwärts.
Der Gottesfürchtige sieht das Gebot des Herrn, aber die Gottlosen sperren ihr Maul weit auf über mich und rufen: „Haha, haha! Nun sieht es unser Auge!“ Ps. 35, 21.
Gottes Gebote müssen wir genau befolgen. Gott sagt zu Saul: Weil du das Wort des Herrn verworfen hast, so hat auch der Herr dich verworfen. Gott will also das personifizierte Wort haben. Das Gebot des Herrn muss uns „ins Blut übergehen“, damit wir in die ewigen Wohnungen aufgenommen werden können.
Der Geist des Herrn hat seinen Aufenthalt im Wort des Herrn. Außerhalb des Wortes gibt es viele Geister, aber nicht den Geist des Herrn. Das Wort ward Fleisch; in diesem Fleisch wohnt der Geist des Herrn. Das Wort ist Fleisch in Christus und verwandelt uns durch den lebendigmachenden Geist in dasselbe Bild und nach demselben Bild. Aber denke daran! Den Geist und das Wort kann man nicht voneinander trennen. Der Geist und das Wort sind sehr verschieden. Der Unterschied liegt darin, dass das Wort Fleisch werden konnte, aber der Geist ist Geist und bleibt Geist. Das Wort entsteht durch den Geist und nicht der Geist durch das Wort. Da aber der Geist vollkommen ist, werden dessen Worte auch vollkommen. [Das Wort ist geschaffen (neue Kreatur), um eine Wohnung (d. h. Behausung) für den Geist zu bilden.] Die Menschen bauen sich Häuser und die Füchse Höhlen. Der Herr aber macht sich eine Behausung aus seinem Wort. Und sein Haus sind wir.
Seine Kraft macht uns zu dem, was wir werden sollen.
Herzliche Grüße von deinem Bruder
JohanGrüße Judith und die Haushälterin.
