Ein so großes Heil

Das große Geheimnis

Ein so großes Heil

Das große Geheimnis

„Dass mir ist kundgeworden dieses Geheimnis durch Offenbarung, wie ich eben auf’s kürzeste geschrieben habe. Daran könnt ihr, wenn ihr’s leset, merken mein Verständnis des Geheimnisses Christi, welches in den vorigen Zeiten nicht kundgetan ward den Menschenkindern, wie es jetzt offenbart ist seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist; nämlich dass die Heiden Miterben sind und mit zu seinem Leibe gehören und Mitgenossen der Verheißung in Christus Jesus sind durch das Evangelium.“ Eph. 3, 3-6.

Von diesem Verständnis des Paulus lesen wir in Kap. 2, 12-22. Die Heiden waren ohne Christus, ohne Hoffnung und ohne Gott in der Welt. „In Christus Jesus aber seid ihr jetzt, die ihr vormals ferne gewesen seid, nahe geworden durch das Blut Christi. Denn er ist unser Friede, der aus beiden eines hat gemacht und hat abgebrochen den Zaun, der dazwischen war, nämlich die Feindschaft, indem er in seinem Fleische hat abgetan das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen, auf dass er in sich selber aus den zweien einen neuen Menschen schüfe und Frieden machte und beide versöhnte mit Gott in einem Leibe durch das Kreuz, an dem er die Feindschaft getötet hat. Er ist gekommen und hat verkündigt im Evangelium den Frieden euch, die ihr ferne waret, und Frieden denen, die nahe waren. Denn durch ihn haben wir den Zugang alle beide in einem Geist zum Vater.“

Hier sehen wir, dass Jesus durch sein Fleisch das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen abgeschafft hat. Ja, es ist wirklich ein großes Geheimnis, nämlich, dass er es durch sein Fleisch tun konnte. Das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen war nämlich gegeben um des Fleisches willen. Darin hatten die Juden eine Bremse für die Begierde, und sie konnten die Sünde strafen, wenn sie aus dem Leib hervorkam. Dadurch bekamen sie eine hohe Moral, im Gegensatz zu den Heiden, die keine Bremse hatten. Das Gesetz war ein Zaun, der die Juden im Zaum hielt, und es war ihre Ehre. Sie wollten nicht einmal mit den Heiden zusammen essen. Darum gab es Feindschaft zwischen ihnen.

Jesus riss diesen Zaun und diese Feindschaft durch das Kreuz ab. Die meisten denken dann an Golgatha; das war aber nur der Abschluss. Hier geht es um das Kreuz, von dem Jesus sagte, dass wir es aufnehmen müssen, um ihm folgen zu können, so wie es in Galater 5, 24 steht. „Welche aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Lüsten und Begierden.“ Dort werden sie getötet mit dem Tod, der Christi Tod genannt wird. Wenn die Lüste und Begierden getötet werden, dann wird das Gesetz arbeitslos. Und weil Jude und Heide das gleiche Fleisch haben, nahm er sie beide mit ans Kreuz. Dort wurde die Feindschaft getötet, und aus den beiden wurde ein neuer Mensch geschaffen, und sie haben beide Zutritt zu dem Vater in einem Geist. „Da ist nicht mehr Grieche, Jude, Beschnittener, Unbeschnittener, Nichtgrieche, Skythe, Knecht, Freier, sondern alles und in allen Christus.“ Kol. 3, 11.

Die Heiden waren weit weg, aber durch Jesus wird Sündenvergebung verkündigt. „… und von dem allem, wovon ihr durch das Gesetz des Mose nicht konntet freigesprochen werden, ist der gerechtfertigt, der an ihn glaubt“ Apg. 13, 38-39. Durch Jesu Blut kamen sie nahe hinzu. Die Juden waren ja nahe, und dann können wir fragen: Wodurch waren sie nahe hinzugekommen? Doch sie waren nahe hinzugekommen durch die Möglichkeit, von all dem gerechtfertigt werden zu können, wovon sie durch das Gesetz nicht gerechtfertigt werden konnten. Und was war das? Das war die Begierde im Fleisch. Das ist auch das, was heutzutage Unfrieden und Spaltung verursacht. Das kommt von den Lüsten, die in den Gliedern Krieg führen. Jak. 4, 1-6. Diejenigen, die dieses große Geheimnis, von dem Paulus redet, nicht verstehen, können auch nicht ein Leib werden, oder „ein neuer Mensch“. Lesen wir in Kol. 3, 11-15, sehen wir, dass das möglich ist. Paulus arbeitete mit ihnen und zeigte ihnen den Weg, so dass der Friede Christi in ihren Herzen regieren konnte in einem Leib, und sie konnten dankbar sein.

Millionen von Menschen glauben an Vergebung für die Sünde, die aus dem Leib herauskommt, sie glauben aber nicht an Sieg über die Sünde im Leibe. Sie glauben nicht oder verstehen nicht dieses große Geheimnis, nämlich dass Jesus den Tempel aufrichtete – den Leib - den Tempel des Heiligen Geistes. Israel ist hierin ein Beispiel für den Unglauben der Religiösen.